Gestrandet am Flughafen
Fast 24 Stunden Odyssee: Flugchaos für Ryanair-Reisende auf Mallorca
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
Neue EU-Regeln stärken Fluggastrechte
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Für rund 150 Passagier:innen eines Ryanair-Flugs ab Palma de Mallorca begann der Urlaub oder die Heimreise mit stundenlangem Warten, fehlenden Informationen und großer Unsicherheit. Laut der spanischen Zeitung "El Mundo" hob die Maschine nach Bologna erst mitten in der Nacht ab – fast einen ganzen Tag später als geplant.
Das Wichtigste in Kürze
Rund 150 Passagier:innen eines Ryanair-Flugs von Mallorca nach Bologna saßen laut "El Mundo" fast 24 Stunden fest.
Betroffene werfen der Airline und dem Flughafen mangelnde Information und Betreuung vor, während Ryanair auf Technikprobleme und Gewitter verweist.
Ein weiterer Bericht über eine Ryanair-Reise nach Bologna deutet darauf hin, dass es an mehreren Orten zu chaotischen Abläufen gekommen sein soll.
Was für viele Reisende ein normaler Flug von Mallorca nach Bologna sein sollte, entwickelte sich laut "El Mundo" zu einer langen und belastenden Odyssee. Der Ryanair-Flug hätte demnach am Sonntag, 26. Juli, um 6.55 Uhr starten sollen. Stattdessen hob das Flugzeug erst gegen 1.00 Uhr nachts ab und landete rund zwei Stunden später in Italien. Insgesamt dauerte die Verzögerung fast 24 Stunden, davon verbrachten viele Betroffene etwa 18 Stunden am Flughafen von Palma de Mallorca.
Besonders schwer wiegt aus Sicht der Passagier:innen offenbar die Kommunikation. Ein betroffener Fluggast sagte im Gespräch mit "El Mundo": "Weder das Flughafenpersonal noch die Fluggesellschaft haben sich um uns gekümmert." Weiter erklärte er, niemand habe verlässliche Auskunft über den Flug geben können. Erst am frühen Nachmittag hätten einige Reisende eine Nachricht über einen Ersatzflug erhalten. Am Flughafen habe davon jedoch angeblich niemand gewusst.
Verwirrung um "Geisterflug"
Nach Angaben mehrerer Passagier:innen bekamen nicht einmal alle Gestrandeten diese Mitteilung. Einige hätten den Flughafen sogar verlassen, weil sie auf weitere offizielle Informationen warteten. Der betroffene Reisende schilderte die Lage gegenüber "El Mundo" so: "Der Flug erschien nicht einmal auf den Anzeigetafeln. Es war praktisch ein Geisterflug." Besonders dramatisch sei die Situation gewesen, als zwei junge Frauen erst in letzter Minute von dem Abflug erfahren hätten und noch verzweifelt zum Schalter gelaufen seien.
Trotz der langen Wartezeit blieb die Stimmung unter den Reisenden laut dem Bericht vergleichsweise ruhig. Der Passagier sagte: "Niemand hat die Beherrschung verloren oder für Unruhe gesorgt." Unter den Wartenden seien auch Kinder und ältere Menschen gewesen. Viele Betroffene wollen nach eigenen Angaben nun eine Entschädigung verlangen und erwarten zudem eine offizielle Entschuldigung von Ryanair und vom Flughafen Palma de Mallorca.
Auch in den News:
So rechtfertigt sich Ryanair
Ryanair schilderte den Vorfall auf Anfrage von "El Mundo" anders. Die Airline erklärte, die massive Verspätung sei durch "ein geringfügiges technisches Problem sowie die anschließenden Gewitter am Flughafen von Palma de Mallorca" verursacht worden. Nach Angaben des Unternehmens seien die gebuchten Passagier:innen laufend per E-Mail, Push-Nachricht und über die App informiert worden. Außerdem habe es während der Wartezeit Essens- und Getränkegutscheine gegeben. Schließlich sei ein Ersatzflugzeug eingesetzt worden.
Dass es am Sonntag am Flughafen von Palma insgesamt Probleme gab, passt zu den Wetterbedingungen vor Ort. Laut "El Mundo" kam es wegen der Unwetter zu Hunderten verspäteten Flügen.
Noch ein Ryanair-Fall sorgt für Ärger
"El Mundo" berichtet außerdem von einem weiteren chaotischen Reisetag auf einer Ryanair-Verbindung von Lamezia Terme nach Bologna. Eine Passagierin sprach von einer "grotesken und äußerst unangenehmen Heimreise". Nach mehreren Verzögerungen seien die Reisenden schließlich in Pisa gelandet, von wo aus Busse sie nach Bologna bringen sollten. Doch auch dort habe es erneut lange Wartezeiten gegeben.
Die Frau kritisierte gegenüber "El Mundo": "Ryanair ließ uns einfach wie Kartoffelsäcke stehen und stellte uns nicht einmal Wasser zur Verfügung." Trotz des Ärgers hob sie auch ein positives Erlebnis hervor: Eine andere Reisende habe ihr Hilfe für die Weiterfahrt angeboten.
Verwendete Quellen:
El Mundo: "La odisea del vuelo de Ryanair entre Palma de Mallorca y Bolonia: 150 turistas atrapados durante 18 horas en el aeropuerto"
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