Bereits 4.000 Menschen evakuiert
Erneut Waldbrände in Kalifornien: "Canyon Fire" breitet sich rasend schnell bei Los Angeles aus
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von dpaFlammen-Inferno: Einsatzkräfte versuchen das Canyon Fire bei L.A. unter Kontrolle zu bringen.
Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa
Ein Brand unweit der Westküstenmetropole lässt Erinnerungen an die tödlichen Feuer im Januar wach werden. Einsatzkräfte hoffen auf Fortschritte in den kommenden Stunden.
Ein neuer Waldbrand breitet sich unweit von Los Angeles rasant aus. Das sogenannte "Canyon Fire" brach am Donnerstag (7. August, Ortszeit) etwa 60 Kilometer nordwestlich des Zentrums der Millionenmetropole aus und wuchs innerhalb weniger Stunden auf eine Größe von knapp 20 Quadratkilometern an, wie die kalifornische Brandschutzbehörde Cal Fire mitteilte. Das entspricht einer Fläche von ungefähr 2.800 Fußballfeldern.
Der Brand bedroht nach Angaben der Behörde Stromleitungen und mehrere Gemeinden und ist noch zu null Prozent eingedämmt. Etwa 4.000 Menschen mussten laut Medienangaben bereits ihre Häuser verlassen, weitere 12.000 Anwohner:innen sollten sich für eine Evakuierung bereithalten. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar.
Erinnerungen an tödliche Brände werden wach
"Unsere Feuerwehrleute arbeiten unermüdlich in der Hitze und im steilen Gelände", sagte Andrew Dowd, Sprecher der Feuerwehr im Bezirk Ventura County, der "Los Angeles Times". Er sei optimistisch, dass in der Nacht zu Freitag (8. August) Fortschritte erzielt werden könnten. Zwar gebe es leichte Winde, die das Feuer Richtung Osten trieben, diese sorgten jedoch nicht für weitreichenden Funkenflug wie bei den Bränden im Januar.
DerVergleich mit den tödlichen Feuern im Großraum Los Angelesliegt trotzdem nah. Kathryn Barger vom Verwaltungsbezirk Los Angeles mahnte Bewohner:innen naheliegender Gemeinden, Evakuierungsaufrufe ernstzunehmen. "Gehen Sie ohne zu zögern. Das 'Eaton'-Feuer hat uns gezeigt, wie schnell eine Katastrophe eintreten kann", schrieb sie auf Facebook.
Das sogenannte "Eaton"-Feuer nahe Pasadena und Altadena sowie das "Palisades"-Feuer im Stadtteil Pacific Palisades am Westrand von Los Angeles hatten zu Beginn des Jahres mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben.
Größter Waldbrand des Jahres wächst weiter
Der Bundesstaat an der Westküste der USA ist in diesem Jahr besonders stark von Waldbränden betroffen. Der bislang größte davon, das sogenannte "Gifford Fire", in einem Waldgebiet in Zentralkalifornien, breitete sich nach Behördenangaben bis Donnerstagabend auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratkilometern aus und war zu 15 Prozent eingedämmt.
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