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Ekel-Alarm im Spanien-Urlaub: Dieser Freibad-Trend sorgt gerade für Aufsehen

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von Christopher Schmitt

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Umfrage: Urlaub nicht ohne Social Media (1. August)

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


In spanischen Schwimmbädern sorgt ein Internet-Trend unter Kindern und Jugendlichen für Abscheu. Vor der "braunen Herausforderung" könnten sich auch Urlauber:innen ekeln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufschrei in Spaniens Freibädern: Der Internet-Trend "reto marrón" sorgt im beliebten Urlaubsland für Aufruhr.

  • Die bei Kindern und Jugendlichen beliebte "braune Herausforderung" bedeutet, das große Geschäft im Becken zu verrichten – und die Folgen zu filmen.

  • Trotz empfindlicher Strafen ist der Trend kaum in den Griff zu bekommen.

Ein widerlicher Trend versetzt Spaniens Freibäder in Aufruhr – und auch Urlauber:innen sollten im beliebten Ferienziel die Augen offenhalten: Beim sogenannten "reto marrón", der "braunen Herausforderung", verrichten vor allem Kinder und Jugendliche absichtlich ihr großes Geschäft in Schwimmbecken. Ihr Ziel: Videos vom anschließenden Chaos, der herbeieilenden Polizei und der Räumung des Bades in sozialen Netzwerken zu verbreiten – in der Hoffnung auf möglichst viele Likes.

Die Dimensionen des Problems sind alarmierend. Spanische Medien berichten nahezu täglich über neue Vorfälle. Im vergangenen Jahr sollen es rund 300 Fälle gewesen sein, in diesem Jahr bereits "Hunderte", wie der Sender Cadena Ser berichtete. Eine zentrale Erfassung der Vorfälle in den meist kommunalen Bädern existiert nicht.

Auch in den News:

Fäkalien in Plastiktüten geschmuggelt

Obwohl den Täter:innen Bußgelder bis zu 20.000 Euro drohen, dazu hohe Schadensersatzforderungen und jahrelange Hausverbote, reißt die Serie nicht ab. Die Täter:innen auf frischer Tat zu ertappen, gestaltet sich äußerst schwierig. Manche bringen die Fäkalien sogar in Plastiktüten mit, die sie in der Badehose verstecken und dann im Wasser entleeren, berichtete die Zeitung "La Razón".

In der nordspanischen Stadt Burgos läuft nun ein Bußgeldverfahren gegen die Eltern von vier Kindern im Alter von 11 bis 13 Jahren, wie die Stadtverwaltung bestätigte. Ein Erwachsener hatte die Kinder dabei beobachtet, wie sie ihre Hinterlassenschaft im Schwimmbad El Plantío freisetzten, und sofort die Polizei alarmiert.

Verfahren gegen Kinder "bis zur letzten Konsequenz"

Den Eltern drohen nun Bußgelder von je 3.000 Euro sowie Schadensersatzforderungen der Kommune für Reinigung und Desinfizierung des Freibads. Im schlimmsten Fall, wenn das Wasser komplett ausgetauscht werden muss, können mehrere Tausend Euro an Kosten entstehen. Die jungen Übeltäter selbst müssen sich auf ein mehrjähriges Hausverbot gefasst machen.

Bürgermeisterin Cristina Ayala von Burgos betonte, das Verfahren werde "bis zur letzten Konsequenz" durchgezogen. Es sei bereits der sechste Fall dieser Art in Freibädern der Stadt in diesem Jahr gewesen.


Psychologe betont "Mitläufereffekt"

Andrés López, Psychiater und Koordinator für psychische Gesundheit im Gesundheitsbezirk von Osuna, sieht hinter diesem Verhalten ein emotionales Problem bei einer besonders schutzbedürftigen Gruppe. Jugendliche und junge Erwachsene würden soziale Netzwerke benutzen, um Anerkennung zu finden oder Gefühle der Einsamkeit zu bekämpfen, erklärte er in einem Interview bei Cadena Ser.

Soziale Netzwerke hätten "bestimmte suchterzeugende Mechanismen", die einen Mitläufereffekt begünstigen, "um diese Art unsozialen Verhaltens nachzuahmen".

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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