Innenstadt evakuiert
Dresdner Weltkriegsbombe: Darum dauert die Entschärfung länger als geplant
Veröffentlicht:
von Jana WejkumIn Dresden laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe.
Bild: Robert Michael/dpa
Seit 9 Uhr sind große Teile der Dresdner Innenstadt gesperrt. Doch die Entschärfung der Bombe entpuppt sich als schwieriger als gedacht. So gehen die Spezialist:innen jetzt vor.
Eine in Dresden gefundene Weltkriegsbombe stellt die Spezialist:innen vor eine Herausforderung: Weil ihr Zünder beschädigt ist, muss er mit einem Wasserschneidgerät entfernt werden. Die Entschärfungsarbeiten dauern deshalb voraussichtlich länger.
"Wir hoffen gleichwohl, dass wir die Einschränkungen für die Dresdnerinnen und Dresdner so gering wie möglich halten", sagte Polizeisprecher Marko Laske. Sicherheit gehe vor Schnelligkeit. "Sicherheit ist hier das oberste Gebot."
"Die Bombe ist scharf"
Eine Prognose dazu, wann die Arbeiten abgeschlossen sein könnten, wollte der Polizeisprecher nicht abgeben. Dafür gebe es zu viele Unwägbarkeiten. "Die Bombe ist scharf", so Laske, und sei deshalb eine erhebliche Gefahr.
Die Polizei schloss planmäßig um 9 Uhr den Sperrkreis um den Ort des Bombenfunds. Nach Informationen des MDR wurden mehr als eine Stunde später bei Kontrollen noch immer Menschen in ihren Wohnungen angetroffen. Auch Tourist:innen seien noch unterwegs gewesen.
Die Betroffenen würden angesprochen und in Sicherheit gebracht, erklärte Laske. "Wenn das geschehen ist, wird der Sprengmeister mit seiner Arbeit beginnen." Man hoffe, dass noch am Vormittag mit der Entschärfung begonnen werden könne.
Auch in den News:
Fundstelle nahe Carolabrücke
Gefunden wurde die 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe in der Nähe der Dresdner Carolabrücke, die im September 2024 eingestürzt war. Sie wurde mittlerweile abgerissen. Auf dem Gelände wurden am Dienstag (10. März) verdächtige Gegenstände untersucht, die im Boden versteckt waren. Einer davon entpuppte sich als Bombe. Die durch den Fund nötig gewordene Evakuierung betrifft etwa 18.000 Menschen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
MDR: "Liveticker: Zünder der Bombe beschädigt: Entschärfung in Dresden könnte länger dauern"
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