Evakuierung möglich
Möglicher Bombenfund in Dresden – Grabung an Carolabrücke beginnt
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von dpaMitarbeiter der Kampfmittelbeseitigung stehen auf der Baustelle an der abgerissenen Carolabrücke am Elbufer.
Bild: Robert Michael/dpa
An der früheren Carolabrücke in Dresden werden potenzielle Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Sollte es sich um Munition handeln, steht der Stadt ihre bisher größte Evakuierung bevor.
Die Untersuchungen der möglichen Weltkriegsbombenfunde an der ehemaligen Dresdner Carolabrücke haben begonnen. Mit Baggern werden die beiden Fundstellen am Neustädter Elbufer geöffnet. Der Kampfmittelräumdienst begleitet die Arbeiten, wie Feuerwehrsprecher Michael Klahre sagte.
Dafür wurde ein kleiner Sperrkreis im Radius von 150 Metern eingerichtet. Anwohner:innen sind nicht betroffen, jedoch ist der Elberadweg während der Arbeiten gesperrt. Auch Schiffe können nicht passieren.
Zudem liegen die Staatskanzlei und mehrere Ministerien in der Zone. "Wir versuchen, die Auswirkungen so minimal wie möglich zu halten", sagte Klahre. Wie lange die Arbeiten dauern werden, lasse sich nicht vorhersagen. "Wir wünschen uns, dass es noch im Hellen passiert."
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Evakuierung am Dienstagabend oder Mittwoch möglich
Wenn sich die Gegenstände als ungefährlich herausstellen, muss nicht evakuiert werden. Sollte es sich jedoch um Munition handeln, entscheidet der Kampfmittelräumdienst, ob eine Entschärfung noch am Abend nötig ist. In diesem Fall müsste der Sperrkreis sofort eingerichtet werden. Lässt es die Gefahrenlage zu, beginnt die Evakuierung erst am Mittwochmorgen (11. März).
Betroffen wären nach Angaben der Stadt rund 18.000 Anwohner:innen. Hinzu kommen Pendler:innen und Tourist:innen. Auch die Polizeidirektion sowie kommunale und Landesbehörden, Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen liegen in dem Gebiet.
Funde bei Kampfmittelsondierung für Neubau der Carolabrücke
Die potenziellen Blindgänger waren bei vorbereitenden Arbeiten zum Neubau der eingestürzten Carolabrücke am Neustädter Elbufer gefunden worden. Seit Oktober läuft eine Kampfmittelsondierung. Auf der Altstädter Seite der Elbe waren die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres ohne Bombenfunde abgeschlossen worden.
Bei den Abrissarbeiten an der eingestürzten Carolabrücke gab es im vergangenen Jahr bereits vier Bombenfunde. Im August waren 17.000 Betroffene für die Entschärfung evakuiert worden.
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