"Schraubenkönig"

Reinhold Würth steuerte seine Firmenflugzeuge jahrzehntelang selbst

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von Claudia Frickel

:newstime

Flugzeug muss wegen Powerbank zwischenlanden (26. Mai)

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Reinhold Würth baute die kleine Schraubenfirma seines Vaters zum Weltkonzern aus. Er steuerte nicht nur den Konzern, sondern auch die Firmenjets – vom eigenen Flugplatz aus.

Die Würth-Gruppe wartet mit einigen Superlativen auf. Sie ist unter anderem das weltweit größte Unternehmen für Befestigungstechnik. Der ehemalige Chef Reinhold Würth wird darum auch der "Schraubenkönig" genannt.

Weniger bekannt: Würth gehört zu den wenigen deutschen Konzernen mit eigenem Werksflughafen – neben dem hessischen Unternehmen Viessmann.

Würth betreibt den Flugplatz Schwäbisch Hall-Hessental – den "Adolf Würth Airport". Dort starten nicht nur die fünf Firmenjets – über 20 Charter- und Privatmaschinen nutzen den Airport regelmäßig.


Reinhold Würth saß 40 Jahre lang im Cockpit

Es gibt aber eine weitere Besonderheit: Reinhold Würth flog seine Firmenmaschinen jahrzehntelang selbst.

Er besaß eine Berufspilotenlizenz und flog über 40 Jahre lang. Über 7.000 Flugstunden sammelte Würth als verantwortlicher Pilot.

1966 kaufte er sein erstes Firmenflugzeug: eine viersitzige Cessna 172. Die Idee kam ihm im Stau auf dem Weg zu einem Termin. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte er:

Als junger Kaufmann habe ich mit meiner Cessna Kunden in ganz Deutschland besucht.

Reinhold Würth

Den firmeneigenen Flugplatz und die Flotte von fünf Geschäftsflugzeugen gibt es bis heute. Der heute 91-jährige Reinhold Würth sitzt längst nicht mehr im Cockpit: 2015 gab er seinen Pilotenschein ab – mit 80 wollte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fliegen.


Verwendete Quellen:

Newstime: "Die Verbindung zwischen Tradition und Innovation – So wurde Reinhold Würth zum 'Schraubenkönig'"

Süddeutsche Zeitung: "Firmenflotten haben große Probleme"

Automobilwoche: "Reinhold Würth wird 85"

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