Fußball-WM

Deutschland kassiert bitteren Dämpfer: DFB-Elf unterliegt Ecuador im letzten Gruppenspiel

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Videoclip • 01:10 Min • Ab 12


Der Start war traumhaft, der Rest ernüchternd: Deutschland ist im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador trotz früher Führung aus dem Tritt geraten und mit 1:2 unterlegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das DFB-Team verlor im WM-Finalstadion von East Rutherford mit 1:2 gegen Ecuador und offenbarte dabei ungewohnte Schwächen.

  • Besonders defensiv wirkte Deutschland anfällig und unsortiert.

  • Das Gute: Die DFB-Elf war nach zwei Siegen zuvor bereits für die K.o.-Runde qualifiziert.

Deutschlands Nationalmannschaft hat die Generalprobe vor der K.o.-Runde gründlich verpatzt. Trotz eines Blitzstarts durch Leroy Sané, der bereits nach zwei Minuten zum 1:0 traf, verlor das DFB-Team im WM-Finalstadion von East Rutherford mit 1:2 gegen Ecuador. Nilson Angulo glich früh aus, Gonzalo Plata entschied die Partie spät zugunsten der Südamerikaner, die damit ihren ersten Turniersieg feierten und den Einzug in die nächste Runde perfekt machten.

Für die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann war es der bislang schwächste Auftritt im Turnier. Vor 80.663 Zuschauern wirkte Deutschland vor allem defensiv anfällig, im Spiel nach vorne ideenlos und in vielen Situationen nicht entschlossen genug. Der Traum von einer Rückkehr nach New York zum Finale am 19. Juli bekam damit einen deutlichen Dämpfer. Besonders in der zweiten Halbzeit geriet die Abwehr um Jonathan Tah immer wieder ins Wanken.


Perfekter Start für das DFB-Team

Dabei hatte alles perfekt begonnen. Sanés früher Treffer, vorbereitet nach einer umstrittenen Szene mit Aleksandar Pavlovic, war das zweitschnellste Tor der deutschen WM-Geschichte. Doch statt Sicherheit zu gewinnen, verlor das DFB-Team danach den Zugriff. Ecuador übernahm zunehmend die Kontrolle, attackierte robust und zielstrebig und nutzte die Schwächen auf der deutschen linken Seite konsequent aus. Der Ausgleich durch Angulo war die logische Folge eines insgesamt fahrigen deutschen Auftritts.

Auch personell setzte Nagelsmann auf Kontinuität – und erneut auf Deniz Undav als Joker. Trotz seiner drei Tore in den ersten beiden Partien saß der Stuttgarter zunächst nur auf der Bank. Der Bundestrainer begründete das mit Undavs besonderen Qualitäten als klassischer Finisher für die Schlussphase. In die Startelf rückten David Raum für den angeschlagenen Nathaniel Brown und Antonio Rüdiger für den verletzten Nico Schlotterbeck, der mit Krücken im Stadion war und von den Fans gefeiert wurde.

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Auch Undav kann das Blatt nicht wenden

Doch auch Undavs Einwechslung nach einer Stunde brachte keine Wende mehr. Deutschland blieb im Offensivspiel zu harmlos, während Ecuador in der Schlussphase den größeren Willen zeigte. Nach einem Missverständnis in der deutschen Defensive fiel das entscheidende 1:2 durch Plata nach einer Ecke, wobei Manuel Neuer und Tah keine gute Figur machten. Vor dem Sechzehntelfinale in Foxborough ist klar: Gegen jeden möglichen Gegner muss sich Deutschland deutlich steigern.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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