Gewaltprävention vor Ort
Childhood-Haus für junge Gewaltopfer soll 2026 in Landau eröffnen
Aktualisiert:
von dpaIm Childhood-Haus soll Kindern erspart bleiben, von verschiedenen Institutionen stets neu untersucht und befragt zu werden.
Bild: Jan Woitas/dpa
Die Anlaufstelle für Gewaltopfer bündelt medizinische, juristische und psychosoziale Angebote. Ziel ist es, jungen Betroffenen bestmöglich zu helfen. Das Projekt wird von mehreren Stiftungen finanziell unterstützt.
Das erste Childhood-Haus für junge Opfer von Gewalt in Rheinland-Pfalz soll in Landau entstehen. Das Schutzhaus in Trägerschaft des Kinderschutzbundes Landau-Südliche Weinstraße soll im September 2026 eröffnet werden, teilte der Kinderschutzbund mit. Das Projekt werde mit Mitteln der World Childhood Foundation und zwei regionalen Stiftungen gefördert.
Ein Childhood-Haus ist eine behördenübergreifende ambulante Anlaufstelle für junge Opfer oder Zeugen von sexualisierter oder körperlicher Gewalt. Das heißt, die Arbeit verschiedener Ämter und Disziplinen wie Jugendhilfe, Justiz, Medizin, Polizei, Kommunen und Kinderschutzdienst wird unter einem Dach gebündelt. So soll Kindern erspart bleiben, von verschiedenen Institutionen stets neu untersucht und befragt zu werden.
Familienministerin begrüßt Gründung
Das Childhood-Haus in Landau werde das Erste in Trägerschaft eines Kinderschutzbundes, hieß es. Familienministerin Katharina Binz (Grüne) begrüßte die Gründung des Schutzhauses und dankte den Projektpartnern. "Das ist eine bedeutende Entwicklung für Rheinland-Pfalz und ein starkes Signal dafür, wie ernst die Verantwortung für unsere Kinder genommen wird", sagte sie laut Mitteilung.
Das Haus entsteht in einer Immobilie der Dieter-Kissel-Stiftung am Nordring der Stadt. Der Kinderschutzbund werde die Fläche anmieten. Die Einrichtung des Childhood-Hauses werde von der Stiftung mit einer Spende unterstützt. Zudem fördere die World Childhood Foundation die Personal-, Einrichtungs- und Technikausstattung. Sie wurde 1999 von Königin Silvia von Schweden gegründet und hat Schwesterstiftungen in Deutschland, den USA und Brasilien. Mit "umfassenden Spenden" der Dieter-Kissel-Stiftung und der Buchmann-Stiftung werde das Vorhaben maßgeblich mitgetragen.
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