Nach Drama um Timmy
Neuer Buckelwal Hartwin auf Ostsee-Kurs: Ist Deutschland diesmal vorbereitet? Ministerium äußert sich
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Neuer Buckelwal in der Ostsee gesichtet (23. Juni)
Videoclip • 58 Sek • Ab 12
Nach dem Tod von Timmy wächst die Sorge um den nächsten Ostsee-Buckelwal: Das bereits stark geschwächte Tier schwimmt aktuell noch vor Dänemark – aber was, wenn der Wal vor der deutschen Küste strandet? Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern äußert sich.
Ein neuer Buckelwal ist auf Ostseekurs. Noch am Dienstag (23. Juni) wurde er im Kleinen Belt zwischen der Halbinsel Jütland und der Insel Fünen in Dänemark gesichtet. Falls sein Weg weiter nach Deutschland führt, könnte der als "Hartwin" bekannte Wal wieder in den Zuständigkeitsbereich des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern, und damit auch von Umweltminister Till Backhaus (SPD), kommen.
:newstime fragte nach: Ist das Land nach dem monatelangen Timmy-Fiasko auf den nächsten Buckelwal vorbereitet?
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Im Gegensatz zu den dänischen Behörden, die Heiko Buch-Illing, dem Leiter des Forschungszentrums Fjord&Bælt in Kerteminde zufolge, im Falle einer Strandung eine klare Vorgehensweise hätten, äußert sich das Ministerium zu Hartwins möglicher Zukunft in Deutschland nur vage.
Man würde sich "der Situation entsprechend verhalten", so eine Sprecherin des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. Die Möglichkeit einer Strandung sei "reine Spekulation", zu der sich die Behörde derzeit nicht weiter äußern will.
"Es handelt sich bei dem Wal um ein Wildtier und es besteht keine Rechtsgrundlage, in sein Leben einzugreifen", betont die Sprecherin gegenüber :newstime. Denn: Aktuell befände sich das Tier "nicht in unseren Hoheitsgewässern". Die Situation sei dem Ministerium bekannt, man beobachte die Meldungen dazu. Mit den dänischen Behörden bestehe in der Sache bislang kein Kontakt.
Laut Heiko Buch-Illing zeichne sich der genaue Kurs des bereits stark geschwächten Buckelwals noch nicht ab. Falls der Wal unterwegs nicht ertrinkt, könne er aber definitiv wie sein Vorgänger in der Ostsee stranden. Ob in Deutschland oder nicht – vielleicht machen sich die Multimillionäre hierzulande ja schon Gedanken über die nächste Rettungsmission.
Verwendete Quellen:
Anfrage beim Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern
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