Sperrkreis aufgehoben

Bombe in Oranienburg gesprengt – "Knall war deutlich zu hören"

Aktualisiert:

von Momir Takac

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


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Der Blindgänger bei Oranienburg ist erfolgreich gesprengt worden. Eigentlich hätte mit der Bombe anders verfahren werden sollen.

Update vom 11. Juni, 17:33 Uhr: Der Bombenblindgänger, der in einem Waldstück bei Oranienburg gefunden wurde, ist erfolgreich gesprengt worden. "Der Knall war deutlich zu hören", sagte die Sprecherin der Stadt, Eike-Kristin Fehlauer, dem rbb. Die großräumige Sperrung des Gebiets wurde aufgehoben. Eigentlich hätte der 250 Kilogramm schwere Blindgänger entschärft werden sollen. Da er einen gefährlichen chemischen Langzeitzünder hatte, sei dies nicht möglich gewesen, hieß es.

In Oranienburg im Brandenburger Landkreis Oberhavel wird am Donnerstag (11. Juni) eine Bombe gesprengt. Die Polizei richtete dafür am Stadtrand einen Sperrkreis von 800 Metern ein. Der Blindgänger war Anfang der Woche entdeckt worden. Ursprünglich war angedacht, die Bombe zu entschärfen. Dies ist jedoch nicht möglich.

Bombe in Oranienburg wird gesprengt – Hunderte müssen Sperrgebiet verlassen

Ab 8.00 Uhr gelte die Sperrzone, sagte ein Sprecher der Stadt der Nachrichtenagentur dpa. Danach darf sich niemand mehr in der verbotenen Zone aufhalten. Dennoch trafen die Einsatzkräfte immer wieder Personen im Sperrkreis an, sagte Stadt-Pressesprecherin Eike-Kristin Fehlauer der "Märkischen Allgemeinen".

Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem eine Flüchtlingsunterkunft, ein TÜV-Gelände, einige Gewerbebetriebe sowie eine Oberschule, deren rund 300 Schüler:innen am Donnerstag frei haben. Zudem sind etwa 860 Anwohner:innen gebeten, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

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Blindgänger sollte eigentlich entschärft werden

Womöglich muss die Bombe gesprengt werden. Sie weist allerdings erhebliche Verkrustungen auf, so dass die Art des Zünders erst identifiziert werden muss. Erst wenn die Sperrzone abgesucht wurde und frei von Personen ist, kann die Arbeit des Kampfmittelräumdienstes beginnen. Während der Arbeiten ist auch der Luftraum gesperrt.

Die 250 Kilogramm schwere Bombe amerikanischer Bauart wurde bei einer regulären Absuche des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in einem Waldstück gefunden. Der Blindgänger liegt an der Oberfläche am Mühlenbecker Weg hinter dem Ortsausgang Lehnitz und muss nicht aufwendig freigelegt werden.

Um Oranienburg gibt es immer wieder Bombenfunde

Bundesweit gibt es kaum eine Region, die derartig durch Bomben mit chemischen Langzeitzündern belastet ist wie Oranienburg. Im Zweiten Weltkrieg war unter anderem wegen besonderer Bodenverhältnisse ein Großteil der Bomben nicht explodiert, sodass eine hohe Zahl an Blindgängern im Boden vermutet wird. Zuletzt wurden auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen Bomben entdeckt. In Köln musste wegen eines besonders großen Blindgängers aufwändig evakuiert werden. In Erbenheim wurde zur Entschärfung ein Abschnitt der A66 gesperrt.


Verwendete Quellen:

Märkische Allgemeine

Nachrichtenagentur dpa

rbb

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