Kurzfristige Fahrplanänderungen
Baustellen-Chaos in Hessen: Pro Bahn fordert mehr Rücksicht auf Reisende
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Bahn verspricht bessere Kommunikation
Videoclip • 31 Sek • Ab 12
Großbaustellen in Hessen belasten den Bahnverkehr massiv. Der Verband Pro Bahn fordert daher eine bessere Planung im Sinne der Reisenden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert bei den anstehenden Großbaustellen im Rhein-Main-Gebiet eine bessere Planung im Sinne der Reisenden.
Obwohl die Modernisierung der Infrastruktur begrüßt wird, sorgen unklare Informationen und verpasste Anschlüsse für großen Frust bei den Fahrgäste.
Um das Vertrauen in die Bahn zu stärken, sollen Fahrgastverbände künftig frühzeitig in die Erstellung von Ersatzverkehrskonzepten einbezogen werden.
Angesichts der zahlreichen Großbaustellen im Rhein-Main-Gebiet schlägt der Fahrgastverband Pro Bahn Alarm. Die anstehende Generalsanierung der rechten Rheinstrecke sowie weitere umfangreiche Bauarbeiten im Bahnknoten Fulda und auf wichtigen Zulaufstrecken stellen den Verkehr in den kommenden Monaten vor außergewöhnliche Herausforderungen. Der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main fordert deshalb, dass sich die Planungen der Bahn künftig deutlich stärker an den Bedürfnissen der Reisenden orientieren müssen.
Grundsätzlich begrüßt der Verband die dringend notwendigen Investitionen in die Schieneninfrastruktur. Nach einem jahrelangen Sanierungsstau sei es wichtig, dass Strecken, Brücken und Stellwerke endlich modernisiert werden. Entscheidend für den Erfolg dieser Maßnahmen sei jedoch, die Bauarbeiten so präzise zu koordinieren, dass die Belastungen für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.
Baustellen-Chaos in wichtigem Knotenpunkt
Die Vorsitzende des Regionalverbands, Barbara Grassel, verwies in diesem Zusammenhang auf die enorme Wichtigkeit der Mainmetropole für den gesamten Bahnverkehr. Schon kleinere Störungen in diesem Bereich könnten sich massiv auf den Regional-, S-Bahn- und Fernverkehr in der gesamten Region auswirken. Aus diesem Grund seien eine deutlich bessere Abstimmung aller Beteiligten sowie verlässliche Anschlüsse und vor allem verständliche Fahrgastinformationen zwingend erforderlich.
Auch der stellvertretende Vorsitzende Manuel Flauaus äußerte sich zu der aktuellen Situation. Laut einer Mitteilung des Verbands akzeptieren die meisten Fahrgäste zwar die notwendigen Bauarbeiten. Allerdings betonte er, dass unklare Informationen, kurzfristige Änderungen und vermeidbare Anschlussverluste für großen Frust sorgen. Solche Missstände untergraben letztlich das Vertrauen der Kund:innen in die Bahn.
Um diese Probleme in Zukunft zu vermeiden, stellt Pro Bahn eine klare Forderung an die Verantwortlichen. Fahrgastverbände sollen künftig frühzeitig in die Planung großer Baustellen einbezogen werden. Nach Ansicht des Verbands ist es unerlässlich, dass die wertvollen Erfahrungen der Reisenden bereits bei der Erstellung von Ersatzverkehrskonzepten berücksichtigt werden.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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