Fußball-WM
"Wir mussten viel leiden" – Argentinien kämpft sich gegen die Schweiz ins Halbfinale
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Verschwörungstheorien um Messis Argentinier: Was ist dran?
Videoclip • 01:33 Min • Ab 12
Superstar Lionel Messi trifft diesmal nicht, ein Kollege dafür traumhaft: Argentinien muss auch gegen die Schweiz schuften - und erneut in die Verlängerung.
Das Wichtigste in Kürze:
Argentinien hat sich ins Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gezittert.
Das Team um Lionel Messi bezwang die Schweiz mit 3:1 nach Verlängerung.
Der Superstar traf nicht.
Messis grandiose Tor-Serie ist zwar beendet, doch Argentinien hat das Traum-Halbfinale gegen England perfekt gemacht. Wenn auch mit reichlich Mühe, gibt auch Trainer Luis Scaloni zu. "Wir mussten viel leiden", sagte er nach dem 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung im Viertelfinale gegen die Schweiz. "Das ganze Spiel war sehr schwierig", meinte Torschütze Julián Álvarez. "Wir sind extrem glücklich."
Nach dem Schlusspfiff dann die Befreiung: Lionel Messi hüpfte oberkörperfrei auf und ab und wedelte mit seinem Trikot, dann tanzten Argentiniens Fußball-Stars Arm in Arm vor ihren Fans.
Álvarez trifft traumhaft
Zwar blieb Kapitän Messi nach neun WM-Spielen in Serie mit mindestens einem eigenen Treffer erstmals wieder ohne Tor. Dafür trafen andere - und wie. Für die Entscheidung sorgten Álvarez mit einem Traumtor (112. Minute) und Lautaro Martínez nach einem Konter (120.+1).
Der 39-jährige Messi hatte im Football-Tempel der Kansas City Chiefs das 1:0 durch Alexis Mac Allister (10.) per Eckball vorbereitet. Dan Ndoye erzielte vor 69.045 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich (67.).
Auch in den News:
Schweizer Ärger über Platzverweis
In der 72. Minute sah Breel Embolo nach einer Schwalbe und einem VAR-Einsatz die Gelb-Rote Karte. Die Verwarnung für Argentiniens Leandro Paredes wurde zurückgenommen und der Schweizer vom Platz gestellt. Der frühere Schalker und Gladbacher vergoss Tränen, musste von den Kollegen getröstet werden.
"Er ist am Boden zerstört. Es tut uns weh, es tut ihm weh, dass wir auf diese Weise ein Mann weniger auf dem Platz waren", sagte Trainer Murat Yakin. Man sei durch einen Fehler des Schiedsrichter-Gespanns bestraft worden. Auch andere Schweizer kritisierten die Entscheidung der Unparteiischen scharf.
Argentinien nun gegen England
Im Halbfinale wartet nun auf die Argentinier am Mittwoch in Atlanta England als Gegner. Die Three Lions hatten zuvor Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Für die Schweiz war schon das erstmalige Erreichen des Viertelfinals seit der Heim-WM 1954 ein großer Erfolg.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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