In Wildnis verirrt

In Tasmanien verschwunden: Vermisste Backpackerin Celine Cremer identifiziert

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

Einsatzkräfte suchten 2023 die dichten Wälder Tasmaniens nach der 31-Jährigen ab. (Archivbild)

Bild: Supplied/TASMANIA POLICE/AAP/dpa


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Im Jahr 2023 hatte sich eine belgische Backpackerin mutmaßlich im Busch Tasmaniens verirrt. Nach drei Jahren Ungewissheit scheint nun traurige Klarheit zu herrschen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die menschlichen Überreste der vor drei Jahren in Tasmanien verschwundenen Belgierin Celine Cremer wurden laut Polizei "vorläufig" identifiziert.

  • Wahrscheinlich hatte sich die Backpackerin im Busch der australischen Insel verlaufen.

  • Erst im vergangenen Dezember traten neue Hinweise zutage – durch die Suche von Privatpersonen.

Vor drei Jahren verschwand die belgische Backpackerin Celine Cremer auf der australischen Insel Tasmanien, nun scheint es Gewissheit zu ihrem Schicksal zu geben. Die Polizei hat menschliche Überreste "vorläufig" als die der damals 31-Jährigen identifiziert. Aus den Untersuchungen von Expert:innen hätten sich laut Polizeisprecher Nathan Johnston überzeugende Hinweise ergeben, dass es sich um Cremer handele.

Die Identifikation erfolgte unter anderem mithilfe eines DNA-Tests sowie eines zahnmedizinischen Gutachten. Wie die Familie der Frau mitteilte, gebe es nach "fast drei Jahren endlosen Wartens" nun endlich Gewissheit. Die Schwester der Backpackerin schrieb auf Social Media, die Bestätigung bringe zwar großen Schmerz, jedoch auch Erleichterung. Celine können nun "in Frieden ruhen". Zudem richtete sie einen Dank an alle Beteiligten für deren unermüdliche Suche.

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Hat sich Backpackerin im Busch verlaufen?

Im Juni 2023 war Celine Cremer bei einer Wanderung im abgelegenen Nordwesten Tasmaniens verschwunden. Ihr Ziel waren die Philosopher Falls. Damals war ihr Mietwagen am Ausgangspunkt des Wanderwegs entdeckt worden, von der jungen Touristin fehlte hingegen jede Spur.

Auch die tagelange Suche durch Rettungskräfte blieb ohne Erfolg. Die dichte Vegetation, das unwegsame Gelände sowie schlechtes Wetter erschwerten den Suchtrupps ihre Arbeit.

Die Befürchtung, Cremer hätte sich in der Wildnis verirrt, äußerten Ermittler:innen bereits kurz nach ihrem Verschwinden. Selbst erfahrene Wandernde könnten Expert:innen zufolge in den abgelegenen Wäldern Tasmaniens schnell die Orientierung verlieren. Damals wurde auch vermutet, dass die Backpackerin lediglich mit leichter Ausrüstung aufgebrochen war.

Private Suche bringt neue Spur

Bewegung kam erst wieder im vergangenen Dezember in den Fall, als bei einer privaten Suchaktion Cremers Handy entdeckt wurde. Kurz darauf tauchten am Arthur River, unterhalb des Wasserfalls, unter anderem Knochen und Zähne auf, auch ein Autoschlüssel wurde gefunden. Die Polizei dankte allen, die sich über die Jahre an der Suche beteiligt hatten.

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Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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