Kampf gegen den Klimawandel

Arktis wieder zufrieren? Britisches Start-up verstärkt Meereis in Kanada

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

Cambridge Bay in Kanada kämpft mit den Folgen des Klimawandels. Ein neues Projekt soll helfen.

Bild: IMAGO/Pond5 Images


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Ein britisches Start-up hat in der kanadischen Arktis testweise Meereis künstlich verdickt. Das Projekt macht Hoffnung, ist aber wegen möglicher Umweltrisiken umstritten.

Das britische Start-up Real Ice hat in Cambridge Bay in Kanada Meerwasser auf bestehendes Meereis gepumpt. Bei Temperaturen von minus 40 Grad fror das Wasser sofort. So wuchs die etwa 1,5 Meter dicke Eisdecke laut Projektangaben um rund 50 Zentimeter. Auch die Fläche des Eises soll größer geworden sein. Satellitenbilder zeigten die Testzone als helle Fläche in einer zunehmend eisarmen Umgebung.

Real-Ice-Chef Andrea Ceccolini sprach von einem Erfolg. "Das ist wirklich unglaublich", sagte er laut "The Guardian". Hintergrund ist der starke Eisverlust in der Arktis. Die sommerliche Eisfläche ist in den vergangenen 45 Jahren um etwa 40 Prozent geschrumpft.

Projekt ist umstritten

Besonders wichtig ist das Eis für die Menschen in Nunavut, wo viele Inuit leben. "Für uns ist das Eis überlebenswichtig", sagte Kyle Weese. Es werde für Transport, Fischfang und Jagd genutzt. Zugleich werde das Eis immer dünner und schmelze schneller.

Real Ice will nun prüfen, ob sich die Methode auch großflächig einsetzen lässt, künftig mit Unterwasser-Drohnen. Kritiker:innen warnen jedoch vor Risiken des Geo-Engineerings und davor, dass technische Lösungen vom eigentlichen Problem ablenken könnten: dem Senken der CO₂-Emissionen.

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Verwendete Quellen:

"Bild"-Zeitung: "Forscher wollen schmelzende Arktis wieder zufrieren"

The Guardian

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