Medienbericht
Zieht der Verdächtige im Vermisstenfall Maddie McCann nach Sylt?
Aktualisiert:
von Michael ReimersMaddies Eltern wollen die Hoffnung nicht aufgeben, dass ihre Tochter lebt. (Archivbild)
Bild: Sven Kaestner/AP/dpa
Eine anonyme Spenderin hat seine Geldstrafe beglichen: Der Hauptverdächtige im Vermisstenfall Madeleine McCann könnte demnächst entlassen werden.
Das Wichtigste in Kürze
Christian B., der Hauptverdächtige im Vermisstenfall Madeleine "Maddie" McCann könnte in wenigen Wochen aus der Haft freikommen.
Eine anonyme Spenderin hat seine Geldstrafe beglichen.
Nach seiner Haft will er offenbar nach Schleswig-Holstein ziehen.
Der mutmaßliche Täter im Vermisstenfall Madeleine "Maddie" McCann kommt offenbar in wenigen Wochen aus der Haft frei. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wird der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter Christian B. am 17. September aus dem Gefängnis entlassen und will dann in Schleswig-Holstein leben.
Der 48-Jährige steht im Verdacht, 2007 die damals dreijährige Maddie in Portugal entführt und getötet zu haben. Eine formelle Anklage des Deutschen wurde in diesem Fall bislang jedoch nicht erhoben. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Christian B. verbüßt seit 2019 eine vom Landgericht Braunschweig verhängte Haftstrafe wegen der Vergewaltigung einer seinerzeit 72-jährigen US-Amerikanerin in Portugal. In einem separaten Verfahren wegen mehrerer Sexualdelikte wurde Christian B. im Oktober 2024 freigesprochen.
Dem Bericht zufolge war es bisher unklar, ob Christian B. wirklich bald entlassen wird, da zum einen die Ermittlungen im Fall Maddie noch laufen und gerade erst wieder aktiviert wurden. Zum anderen war aus einer früheren Verurteilung von 2015 noch eine Geldstrafe von 1.446 Euro offen war. Hätte er diese nicht bezahlen können, müsste er zumindest weitere 56 Tage "Ersatzfreiheitsstrafe" absitzen.
Auch in den News:
Anonyme Spenderin hilft
Doch nun habe eine anonyme Spenderin die ausstehende Summe für ihn beglichen. Damit sei die Strafe abgegolten. "Nach meinen Informationen plant er, sich in Schleswig-Holsteinniederzulassen", sagte Brückners Anwalt Dr. Friedrich Fülscher der "Bild".
Demnach könnte der vorbestrafte Pädophile auch schon einen konkreten Wohnort ins Auge gefasst haben. "Sylt hat ihm schon in der Vergangenheit gut gefallen", so Fülscher weiter.
Wie es weiter in dem Bericht heißt, kennt Christian B. die Insel gut: Er habe 2007 und 2008 dort im großen Stil mit Marihuanagedealt, das er zuvor in Oranienburg (Brandenburg) gekauft habe. Aus diesem Grund habe ihn das Amtsgericht Niebüll im Oktober 2011 wegen Handels "mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge" zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Strafe sei später widerrufen worden.
Verwendete Quellen:
bild.de: "Geheimnisvolle Spenderin kauft Maddie-Verdächtigen frei"
Nachrichtenagentur dpa
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