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Alles zur Handball-EM: Modus, TV-Übertragung und Deutschlands Chancen

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

Deutschland setzt auch auf seine Spielmacherqualitäten: Juri Knorr ist für das DHB-Team von immenser Bedeutung.

Bild: REUTERS


Die DHB-Auswahl hofft in Skandinavien auf eine EM-Medaille, doch schon in der Vorrunde warten schwere Brocken. Spielorte, Favoriten, TV-Übertragung: Hier erfährst du alles, was du zur Europameisterschaft wissen musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Donnerstag (15. Januar) startet die Handball-EM in Dänemark, Norwegen und Schweden.

  • Das deutsche Team spielt zum Auftakt gegen Österreich und hat eine schwere Gruppe vor der Brust.

  • Trainer Gislason spricht vom "wahrscheinlich schwierigsten Turnier bisher"

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft beginnt die 17. Europameisterschaft mit großem Selbstvertrauen und klaren Zielen. Bei dem Turnier vom 15. Januar bis 1. Februar soll die erste EM-Medaille seit dem Goldgewinn vor zehn Jahren errungen werden. Zum Auftakt bekommt es die DHB-Auswahl am Donnerstag (15. Januar, 20:30 Uhr) mit Österreich zu tun.

Die erste EM-Partie der deutschen Handballer kannst du live und kostenlos im ARD-Livestream auf Joyn verfolgen:


Wer richtet die EM aus?

Zum zweiten Mal nach 2020 wird das Kontinentalturnier mit 24 Mannschaften in drei Ländern ausgetragen: Dänemark, Norwegen und Schweden. Die deutsche Mannschaft wird ihre Vor- und Hauptrundenspiele in der 15.000 Zuschauer:innen fassenden Jyske Bank Boxen im dänischen Herning bestreiten, wo auch die Halbfinals und Medaillenspiele stattfinden werden. Weitere Austragungsorte sind Norwegens Hauptstadt Oslo sowie Malmö und Kristianstad in Schweden.

Wie ist der EM-Modus?

Der Turniermodus sieht vor, dass zunächst in sechs Gruppen mit jeweils vier Teams gespielt wird. Die jeweils zwei besten Mannschaften erreichen die Hauptrunde, in der es in zwei Sechser-Gruppen weitergeht. Die Erst- und Zweitplatzierten dieser Gruppen qualifizieren sich für das Halbfinale.

Gegen wen spielt Deutschland?

Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason bekommt es in der Vorrunde mit Österreich, Serbien und dem zweimaligen Europameister Spanien zu tun. Bei einem Weiterkommen drohen in der Hauptrunde Duelle mit Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, dem WM-Vierten Portugal und Norwegen.

Wie stehen die Chancen für das DHB-Team?

Gislason bezeichnet es als "mit dieser Gegner-Konstellation wahrscheinlich das schwierigste Turnier bisher", hat aber dennoch das Halbfinale als Ziel ausgegeben. "An guten Tagen können wir jeden Gegner schlagen", bekräftigte der Bundestrainer. Die Chancen auf eine Medaille stehen gut, wenn die deutsche Mannschaft um Torwart-Titan Andreas Wolff, Spielmacher Juri Knorr und Kapitän Johannes Golla ihr Potenzial ausschöpft.

"Es könnte von Vorteil sein, dass wir eine junge Mannschaft haben, die zwischen den Spielen vielleicht schneller regeneriert und im Turnierverlauf stärker wird", hofft DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Wer zählt zu den Turnier-Favoriten?

Als heißester Gold-Anwärter gilt Dänemark mit Welthandballer Mathias Gidsel vom deutschen Meister Füchse Berlin. "Dänemark ist eine überragende Macht", sagte Michelmann. Gislason ergänzte: "Die Dänen sind allen anderen Mannschaften voraus."

Weitere Medaillenanwärter sind Titelverteidiger Frankreich, WM-Zweiter Kroatien, WM-Vierter Portugal, Co-Gastgeber Schweden, Spanien und die deutsche Auswahl. Auch Nationen wie Ungarn, Slowenien, Norwegen oder Island werden Chancen eingeräumt.

Wie steht es um Deutschlands EM-Bilanz?

Deutschland konnte bisher zweimal die Europameisterschaft gewinnen: 2004 im Finale gegen Slowenien (30:25) und vor zehn Jahren in Polen gegen Spanien (24:17). Aus dem aktuellen Kader waren damals bereits Torwart Andreas Wolff, Kreisläufer Jannik Kohlbacher und Linksaußen Rune Dahmke dabei.

Rekord-Europameister ist Schweden mit fünf Titeln seit der Premiere 1994. Frankreich gewann viermal EM-Gold, während Deutschland, Dänemark und Spanien jeweils zweimal triumphierten.

Wo kann ich die Handball-EM im TV sehen?

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen alle Endrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft live. Das komplette EM-Programm mit allen 65 Turnierbegegnungen gibt es nur beim Erwerb des sogenannten EM-Passes beim Streamingdienst Dyn für 15 Euro.

Als Experten sind bei der ARD erneut Dominik Klein und Johannes Bitter – beide Weltmeister von 2007 – im Einsatz, während das ZDF auf Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen setzt. Dyn bietet ein umfangreiches Expertenteam mit bekannten Namen wie Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und weiteren ehemaligen Nationalspielern.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.

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