Tierdrama in Kenia

15 Elefanten sterben im Amboseli-Nationalpark – wurden sie vergiftet?

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Rätselhaftes Elefantensterben in berühmtem Nationalpark

Videoclip • 01:15 Min • Ab 12


Im berühmten Amboseli-Nationalpark in Kenia sind binnen Wochen 15 Elefanten gestorben. Hinweise deuten auf eine mögliche Vergiftung hin, die Ermittlungen laufen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Amboseli-Nationalpark muss innerhalb kürzester Zeit den Verlust von 15 Elefanten hinnehmen.

  • Zehn Tiere zeigten ähnliche Symptome wie Teillähmungen und starben innerhalb von ein bis zwei Tagen.

  • Vorläufige Untersuchungen deuten auf eine mögliche giftige Substanz hin, die genaue Ursache ist aber weiter unklar.

Im Amboseli-Nationalpark in Kenia sind innerhalb weniger Wochen 15 Elefanten unter bislang ungeklärten Umständen verendet. Wie web.de unter Berufung auf den Kenya Wildlife Service berichtet, wurden die Todesfälle zwischen Ende Juni und Ende Juli festgestellt. Die Behörden haben inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.

Besonders auffällig ist, dass zehn der toten Tiere ähnliche Symptome gezeigt haben sollen. Nach Angaben des Kenya Wildlife Service litten sie unter anderem an einer Teillähmung. Die Tiere seien dadurch "nicht mehr in der Lage gewesen, sich auf den Beinen zu halten" und dann innerhalb von ein bis zwei Tagen gestorben.


Eine Spur führt zu einer möglichen Vergiftung der Elefanten

Bei fünf weiteren Kadavern war die Verwesung laut Bericht bereits so weit fortgeschritten, dass sich die Todesursache zunächst nicht mehr feststellen ließ. Das erschwert die Aufklärung, weil dadurch wichtige Hinweise verloren gegangen sein könnten.

Nach vorläufigen Untersuchungen gibt es aber offenbar eine erste Richtung. Bei mehreren der betroffenen Elefanten deuten die bisherigen Ergebnisse auf eine mögliche toxische Substanz hin. Ob tatsächlich Gift die Ursache war, ist damit jedoch noch nicht endgültig bewiesen. Die Untersuchungen laufen weiter.

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Vor allem Weibchen und Jungtiere betroffen

Auffällig ist auch die Zusammensetzung der toten Tiere. Bis auf einen männlichen Elefanten handelt es sich laut Kenya Wildlife Service durchweg um weibliche Tiere oder Jungtiere. Warum gerade diese Gruppen besonders betroffen sind, ist bisher nicht bekannt.

Der Fall sorgt auch deshalb für große Aufmerksamkeit, weil der Amboseli-Nationalpark zu den bekanntesten Schutzgebieten Afrikas zählt. Er ist berühmt für seine Artenvielfalt, große Elefantenherden und den Blick auf den Kilimandscharo jenseits der Grenze zu Tansania. Jahr für Jahr zieht der Park zehntausende Besucher:innen an. Dass dort nun so viele Elefanten in kurzer Zeit sterben, weckt entsprechend große Sorgen.


Verwendete Quellen:

web.de: "Rätselhaftes Elefantensterben in berühmtem Nationalpark"

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