Neuer Name auch bei Google Maps
Streit um Lake Ontario: Trump tauft See um - Kanada kontert mit Riesenschild
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von Anne Funk:newstime
Trump benennt Lake Ontario um
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Im Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada hat US-Präsident Donald Trump eine neue Front eröffnet: Der Grenzsee Lake Ontario heißt nach seinem Willen nun "Lake America". Doch die Kanadier denken nicht daran, den über 400 Jahre alten Namen aufzugeben – und setzen ein deutliches Zeichen.
Vergangenen Donnerstag (27. August) unterschrieb der 80-jährige Trump im Oval Office vor laufenden Kameras eine Verfügung, die den Lake Ontario offiziell in "Lake America" umbenennt. Die Anordnung trat sofort in Kraft und wies die offizielle US-Datenbank für geografische Orte und Namen an, den Namen zu ändern. Auch Google Maps reagierte bereits auf die Änderung.
Die US-Regierung begründete den Schritt damit, dass der größte Teil des Seevolumens sowie die tiefsten Stellen in den Vereinigten Staaten lägen.
Trump nennt Handelsstreit als Grund für Umbenennung
Trump verknüpfte die Umbenennung explizit mit dem festgefahrenen Handelskonflikt: "Die Vereinigten Staaten erwägen ernsthaft, den Lake Ontario in 'Lake America' umzubenennen, da wir nicht mehr damit rechnen, nennenswerte Geschäfte mit Ontario zu tätigen", hatte er bereits Tage zuvor auf Truth Social geschrieben. Ontario ist Kanadas bevölkerungsreichste Provinz und wirtschaftlich eng mit den USA verflochten.
Der Streit zwischen den Nachbarländern hatte sich seit dem Scheitern der Handelsgespräche Ende vergangener Woche deutlich verschärft. Die USA verhängten Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.
Auch in den News:
Kanada reagiert: Lake Ontario - jetzt und für immer
Die Reaktion aus Kanada ließ nicht lange auf sich warten. Premierminister Mark Carney stellte am selben Tag klar: Der See heiße Lake Ontario. Der Name sei über 400 Jahre alt und älter als sowohl die Konföderation Kanadas als auch die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten.
Am Sonntag (30. August) legte Doug Ford, Regierungschef der Provinz Ontario, nach – und zwar spektakulär. In einem knapp 40 Sekunden langen Video posiert er im roten Trikot der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft vor einem riesigen blauen Schild am Seeufer. Darauf steht in Englisch und Französisch: "Lake Ontario - Now and Always" beziehungsweise "Lac Ontario - Aujourd'hui et pour toujours".
In dem Video erklärt Ford, dass der See schon lange, bevor Trump ins Amt gekommen sei, Lake Ontario geheißen habe - und so werde es auch nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus sein. "Falls Präsident Trump oder sonst jemand es vergisst: Wir haben dieses Schild aufgestellt, um sie daran zu erinnern, dass es 'Lake Ontario' heißt - jetzt und für immer."
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Google Maps übernimmt neue Bezeichnung
Die Umbenennung zeigt bereits konkrete Auswirkungen: Google Maps hat die neue Bezeichnung für Suchen aus den Vereinigten Staaten angepasst. Nutzer:innen in Kanada sehen weiterhin die Bezeichnung Lake Ontario, während in anderen Ländern beide Namen angezeigt werden.
Die Bundesregierung in Deutschland bleibt bei der Bezeichnung "Lake Ontario" und übernimmt Trumps Umbenennung nicht. "Das ist eine amerikanische Entscheidung, diesen See anders zu bezeichnen. Die hat erst mal keine weiteren Auswirkungen auf andere Länder", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.
Teil einer größeren Strategie des US-Präsidenten
Trump nutzt Umbenennungen in seiner zweiten Amtszeit häufiger als Mittel der Machtdemonstration. Vor laufenden Kameras zählte er auf, was er bereits umbenannt habe: Den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika", jetzt folge der See – und Trump sinnierte weiter: "Wir haben einen Golf und einen See. Jetzt fehlt uns nur noch ein Ozean. Vielleicht werden wir also den Namen des Atlantiks und/oder des Pazifiks ändern müssen."
Der Geografie-Professor Reuben Rose-Redwood von der University of Victoria nannte Trumps Vorgehen "reine Provokation", die darauf abziele, "die Wut der Kanadier zu schüren und gleichzeitig die Amerikaner davon abzulenken, dass Trump bei den Handelsverhandlungen mit Kanada den Bogen überspannt hat" .
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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