Heiße Spur?
"Aktenzeichen XY": Hinweis zu Cold Case aus dem Jahr 1994 – Anrufer erkennt Freund
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
"Aktenzeichen XY" führt zu Festnahme
Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Nach der aktuellen Ausgabe von "Aktenzeichen XY … ungelöst" prüfen Ermittler:innen Hinweise zu mehreren schweren Kriminalfällen. Besonders große Resonanz gab es zu einem Verbrechen in Karlsruhe. Auch ein Cold Case sorgt für Aufregung.
Das Wichtigste in Kürze
Zu mehreren Fällen der aktuellen Ausgabe von "Aktenzeichen XY … ungelöst" gingen laut ZDF bereits während der Sendung zahlreiche Hinweise ein.
Im Fall des 15-jährigen Miguel aus Karlsruhe gehen Ermittler:innen von einem versuchten Tötungsdelikt aus.
Neue Hinweise gibt es auch zu zwei mysteriösen Fällen aus der Schweiz und den Niederlanden.
Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" hat bei ihrer jüngsten Ausgabe am Mittwochabend (9. September) erneut zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Zu den vorgestellten Fällen seien bereits während der Sendung "enorme Resonanz" und vielversprechende Hinweise eingegangen, teilte das ZDF mit.
Insgesamt ging es um sechs ungelöste Kriminalfälle. Vorgestellt wurden unter anderem der Sturz eines Jugendlichen von einer Brücke in Karlsruhe, der Missbrauch einer Siebenjährigen nahe Oberdürenbach, der Mord an einer Joggerin bei Lampertheim, ein Raubüberfall auf einen Senior in Bad Soden, ein Vermisstenfall aus der Schweiz sowie ein ungeklärter Todesfall in den Niederlanden.
Auch in den News:
Mehrere Hinweise nach "Aktenzeichen XY ... ungelöst"
Besonders große Betroffenheit löste der Fall des 15-jährigen Miguel K. aus Karlsruhe aus. Der Jugendliche war Anfang Februar 2025 von einer Brücke rund acht Meter in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Ermittler:innen gehen inzwischen stark davon aus, dass er gestoßen wurde.
Lukas Marquardt von der Karlsruher Kriminalpolizei sagte: "Die Indizien deuten klar darauf hin, dass der damals 15-Jährige gestoßen worden ist."
Eine Zeugin hatte kurz vor der Tat ein aggressives Gerangel zwischen vier Jugendlichen auf der Brücke beobachtet. Miguels Rucksack und Smartphone wurden ordentlich abgelegt auf der Brücke gefunden. Der Jugendliche lag nach dem Sturz längere Zeit im Koma und konnte sich zunächst nicht äußern. Inzwischen soll es ihm besser gehen.
Mehrere Zuschauer:innen erklärten sich nach Angaben des ZDF bereit, die privat ausgesetzte Belohnung für Hinweise deutlich zu erhöhen. Diese liegt bislang bei 5.000 Euro.
Vermisster Schweizer: Hinweise aus zwei Ländern
Eine Aufstockung der Belohnung kündigten Zuschauer:innen laut ZDF auch im Fall des sexuellen Missbrauchs einer Siebenjährigen nahe Oberdürenbach an. Dadurch solle der Fahndungsdruck auf die Täter:innen in beiden Fällen erhöht werden.
Auch der Vermisstenfall des 27-jährigen Andreas Portmann aus der Schweiz führte zu zahlreichen Anrufen. Der Mann aus Wattwil im Kanton St. Gallen wird seit März 2026 vermisst. Er war auf dem Weg zur Arbeit verschwunden.
Nach der Ausstrahlung gingen laut ZDF zahlreiche Hinweise aus Deutschland ein. Urlauber:innen, die zur Zeit seines Verschwindens dort waren, meldeten sich bei den Behörden. Auch viele Menschen aus der Schweiz erklärten, sie erinnerten sich an den Vermissten. Die Schweizer Kantonspolizei wertet nun die eingegangenen Hinweise und Handyvideos aus.
Cold Case aus den Niederlanden: Anrufer nennt Namen
Ein vielversprechender Hinweis ging laut ZDF zudem zu einem seit mehr als 32 Jahren ungeklärten Todesfall aus den Niederlanden ein. Im Jahr 1994 war die Leiche eines Mannes aus der Maas bei der niederländischen Stadt Bergen geborgen worden. Der Unbekannte hatte offenbar mehrere Wochen im Wasser gelegen.
Weil seine Kleidung in Deutschland gekauft worden war, vermuteten die Ermittler:innen einen Bezug nach Deutschland. Ein Anrufer erklärte nach der Sendung, er habe den Toten anhand der Phantomzeichnung und seiner Kleidung wiedererkannt. Es solle sich um einen Freund handeln, den er seit 1994 vermisse.
Der Mann nannte den Ermittler:innen nicht nur einen Namen. Er erklärte sich laut ZDF auch bereit, Fotos seines verschwundenen Freundes für einen Abgleich zur Verfügung zu stellen.
Verwendete Quellen:
ZDF: "Das sind die ersten Ergebnisse zu den Fällen"
Nachrichtenagentur dpa
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