Auto
ADAC fordert teureren Sprit und löst Kündigungswelle aus
Aktualisiert:
von Max StrumbergerHöhere Spritpreise – aus dem Mund eines Spitzenvertreters des Autofahrerclubs ADAC klingt das für viele Mitglieder wie ein Affront.
Bild: picture alliance / Joko
Die Forderung nach höheren Spritpreisen von Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand klingt für viele Mitglieder wie ein Affront und löste eine regelrechte Kündigungswelle aus.
Das Wichtigste in Kürze
Ausgerechnet der ADAC fordert teureren Sprit – und bringt damit viele Mitglieder gegen sich auf.
In sozialen Netzwerken schlagen die Wellen hoch.
Kündigungsfotos machen die Runde.
Mit einem Aufruf zu höheren Spritpreisen hat ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zorn vieler Autofahrer auf sich gezogen. In einer Zeit, in der Millionen Menschen täglich auf ihr Auto angewiesen sind, wirkt dieser Appell für viele offenbar wie eine Provokation. Doch Hillebrand bleibt dabei: Der geplante CO₂-Preis sei "das richtige Instrument", um den Wandel im Verkehr hin zu mehr Elektroautos voranzutreiben, sagte Hillebrand in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
In sozialen Netzwerken machten Mitglieder ihrem Ärger Luft, manche veröffentlichten sogar Fotos ihrer Kündigungsschreiben. Viele fühlten sich von "ihrem" Club verraten, der sie nun offenbar nicht mehr bedingungslos als Autofahrer, sondern als Teil einer notwendigen Verkehrswende sieht. Denn der überwiegende Teil der Autofahrer nutzt weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
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Hillebrand: Verhindertes Verbrenner-Aus der falsche Weg
Gleichzeitig kritisiert Hillebrand die europäische Politik: Das von der EU-Kommission verhinderte strikte Verbrenner-Aus hält er für den falschen Weg. "Der Vorschlag der Kommission lässt es in engen Grenzen zu, dass auch ab 2035 weiterhin Pkw mit Otto- oder Dieselmotor zugelassen werden. Das ist einerseits industriepolitisch motiviert, andererseits stößt die Elektromobilität aktuell noch nicht auf ausreichend Akzeptanz bei Verbrauchern", erklärt er in der "NOZ".
Eine Öffnung für andere Antriebstechnologien sei zwar richtig, doch zu kompliziert ausgestaltet – und gehe an einer zentralen Versäumnis vorbei: "Es wurde versäumt, alternative Kraftstoffe, die es ja auch für den Bestand braucht, ausreichend anzureizen. Höhere Quoten würden auch Investitionen der Energiebranche in die Produktion dieser erneuerbaren Energien attraktiver machen."
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