Viele Veränderungen

Unicredit will Commerzbank schlucken: Was das für Kunden bedeuten könnte

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Unicredit will Commerzbank übernehmen (16. März)

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


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Eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch Unicredit sorgt für Unruhe. Für Millionen Kund:innen könnten sich dann Filialen und sogar Kontodaten ändern. Ein Überblick, was passieren kann – und was eher nicht.

Das Wichtigste in Kürze

Die italienische Großbank Unicredit drängt auf eine Übernahme der Commerzbank – doch was würde das konkret für Kund:innen bedeuten? Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) stehen mehrere Szenarien im Raum, die vom Online-Banking bis zu Gebühren und Krediten reichen könnten.

Um sich gegen die Übernahme zu stemmen, verschärfe die Commerzbank ihren Sparkurs und setze stärker auf Profitabilität. Das habe bereits Folgen für Strukturen und Angebot – Entwicklungen, die sich im Fall einer Fusion mit Unicredit weiter beschleunigen könnten.

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Was Privatkunden bei einer Übernahme erwarten müssten

Für viele private Bankkund:innen dürfte sich der Alltag vor allem organisatorisch ändern. Dem BR zufolge könnten Filialen wegfallen. Gleichzeitig könnte es zu einer Vereinheitlichung der IT-Systeme kommen. Das könne neue Online-Banking-Oberflächen, andere Apps – im Extremfall sogar neue IBANs oder Kontodaten – nach sich ziehen.

Auch bei den Gebühren könnten Kund:innen womöglich die Fusion beider Banken unmittelbar zu spüren bekommen. In solchen Fällen würden diese nämlich steigen. Auch unabhängig von einer möglichen Übernahme durch Unicredit waren bei der Commerzbank Dienstleistungen in den vergangenen Jahren teurer geworden – ein Trend, der auch bei anderen Banken festzustellen ist.

Mittelstand und Geschäftskunden besonders betroffen

Deutlich größer könnten die Einschnitte für Geschäftskund:innen ausfallen. Der Finanzexperte Hans‑Peter Burghof von der Universität Hohenheim erklärte dem BR, dass fusionierte Großbanken oft Risiken reduzierten. Das bedeute in der Praxis häufig: weniger oder strengere Kreditvergaben.

Gerade für mittelständische Unternehmen kann das problematisch werden. Die Commerzbank versteht sich traditionell als Mittelstandsbank, während Unicredit stärker auf große Konzerne ausgerichtet sei. Kleine und mittlere Firmen sowie Selbständige könnten dadurch künftig nicht mehr in gleichem Maß ins Geschäftsmodell passen.

Was für Sparer wichtig bleibt

Für Privatkund:innen wichtig: Die gesetzliche Einlagensicherung dürfte bestehen bleiben. Bis zu 100.000 Euro pro Kund:in seien auch nach einer Übernahme geschützt – dann allerdings bezogen auf das fusionierte Institut insgesamt. Veränderungen würden zudem nicht sofort greifen, sondern mit zeitlichem Vorlauf umgesetzt.


Verwendete Quellen:

BR: "Das könnte eine Übernahme der Commerzbank für Kunden bedeuten"

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