Hohe Dieselpreise

Spedition Betz International meldet Insolvenz an – 140 Jobs in Gefahr

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Pleitewelle bei Unternehmen geht weiter

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


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Die Spedition Betz International aus Sonnenbühl ist insolvent. 140 Beschäftigte bangen um ihre Zukunft. Das sind die Gründe für die finanzielle Schieflage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein weiteres Traditionsunternehmen gerät ins Straucheln.

  • Betz International, bekannte Tochter der Willi Betz-Gruppe, hat Insolvenz angemeldet.

  • Wie es für die 140 Mitarbeitenden weitergehen wird, ist ungewiss.

Die bekannte Spedition Betz International GmbH aus Sonnenbühl (Baden-Württemberg) hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Tübingen leitete am 7. April 2026 das Verfahren ein und bestellte den Tübinger Rechtsanwalt Dr. Dirk Poff von der Kanzlei Walter Riegger & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Betroffen sind rund 140 Mitarbeiter:innen, deren Zukunft nun ungewiss ist.

Betz International gilt als wichtige Tochterfirma der Willi Betz-Gruppe, die seit 1979 im Transportgeschäft tätig ist. Als Gründe für die Schieflage nennt das Unternehmen vor allem hohe Dieselpreise, einen harten Wettbewerb mit niedrigen Margen und die allgemeine Konjunkturschwäche in Deutschland. Nach Angaben der Geschäftsführung konnten "umfassende interne Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen" diese Belastungen nicht mehr auffangen. Die Talfahrt war damit offenbar nicht mehr zu stoppen.


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Insolvenzverwalter Poff lässt dennoch Hoffnung anklingen. Man prüfe derzeit intensiv, wie das Unternehmen fortgeführt werden könne, erklärte er. Ziel sei es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Nach seinen Angaben haben sich bereits erste Interessenten gemeldet, die an einer Übernahme oder einem Einstieg in die Spedition interessiert sind.

Auch in den News:

Für die Belegschaft ist zumindest kurzfristig eine gewisse finanzielle Stabilität gesichert: Die Gehälter der Mitarbeitenden werden über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für drei Monate weitergezahlt. In dieser Zeit soll entschieden werden, ob und in welcher Form Betz International weiterbestehen kann – oder ob die markanten gelben Lkw bald ganz von den Autobahnen verschwinden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

"Bild": Bekannte deutsche Spedition meldet Insolvenz an

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