Ukraine-Krieg

Seedrohne explodiert im rumänischen Schwarzmeerhafen von Konstanza

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Videoclip • 01:57 Min • Ab 12


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Im rumänischen Schwarzmeerhafen Konstanza ist eine Seedrohne explodiert. Kiew und Moskau beschuldigen sich im Anschluss gegenseitig. Das ist bislang über den Vorfall bekannt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alarm an Rumäniens Küste.

  • Im Hafen von Konstanza detoniert eine Seedrohne, kurz darauf suchen Hubschrauber nach weiteren Objekten.

  • Kiew und Moskau liefern sich sofort ein Tauziehen um die Verantwortung

Eine Explosion im zivilen Hafenbereich von Konstanza hat Rumänien erneut in Alarmbereitschaft versetzt. Am Freitag detonierte dort eine Seedrohne, nachdem das verdächtige Objekt bereits am frühen Morgen entdeckt und der Bereich großräumig abgesperrt worden war. Verletzt wurde nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums niemand.

Der Vorfall ereignete sich in einem besonders sensiblen Umfeld: Konstanza ist Rumäniens wichtigster Schwarzmeerhafen und liegt in unmittelbarer Nähe zum Kriegsgebiet. Rumänische Behörden betonten, dass es sich nicht um Gerät der eigenen Streitkräfte handle. Vielmehr sei die Drohne einem Typ zuzuordnen, wie er im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werde. Zwei Hubschrauber suchten anschließend die Küste nach weiteren Gefahren ab, Anwohner wurden aufgefordert, die Region im Umkreis von einem Kilometer zu meiden.

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Kiew und Moskau beschuldigen sich gegenseitig

Zum Ursprung der Drohne liefern Kiew und Moskau gegensätzliche Erklärungen. Die ukrainische Marine erklärte, das unbemannte Wasserfahrzeug stamme aus ukrainischer Produktion, sei jedoch durch russische elektronische Kampfsysteme gestört worden, habe die Kontrolle verloren und sei schließlich an die rumänische Küste getrieben. Russland wiederum weist jede Verantwortung zurück und macht die Ukraine allein für den Zwischenfall verantwortlich.

Brisant ist auch, dass es offenbar nicht bei einem einzelnen Objekt blieb. Rumänische Medien berichteten unter Berufung auf Insider, dass nach der Explosion weitere unbemannte Boote an der Küste entdeckt worden seien.

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Rumänien wird weiter in den Krieg hineingezogen

Der Vorfall reiht sich damit in eine Serie von Grenz- und Luftraumverletzungen ein: Erst in der vergangenen Woche war nahe der ukrainischen Grenze im rumänischen Galati eine Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen, wobei zwei Menschen verletzt wurden.

Mit jedem neuen Zwischenfall wächst in Rumänien die Sorge, immer tiefer in die Sicherheitsrisiken des Krieges hineingezogen zu werden. Präsident Nicusor Dan verwies zusätzlich auf eine an der Küste entdeckte Seemine und sprach von direkten Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.


Verwendete Quellen:

X: Nexta

AFP

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