Digitales Schließfach wird eingestellt
Sparkasse stellt S-Trust ein: Kunden müssen Daten bis März 2026 retten
Aktualisiert:
von Claudia ScheeleDer Service S-Trust der Sparkassen wird zum 31. März 2026 eingestellt.
Bild: Guido Schiefer
Die Sparkasse schaltet ihren Passwort- und Dokumenten-Safe S-Trust zum 31. März 2026 ab. Die Verträge enden bereits am 30. Januar – bis dahin läuft der Dienst aus, anschließend werden alle Daten gelöscht. Nutzer:innen sollten Passwörter und Dateien rechtzeitig sichern.
Das Wichtigste in Kürze
S-Trust wird zum 31. März 2026 abgeschaltet, alle Verträge enden bereits am 30. Januar 2026.
Nutzer:innen müssen Passwörter per CSV-Export und Dokumente per Download sichern oder zu anderen Diensten umziehen – ab April 2026 werden alle Daten gelöscht.
Grund für das Aus ist laut Betreiber:innen fehlende wirtschaftliche Tragfähigkeit in einem hart umkämpften Markt. Kund:innen sollten frühzeitig Alternativen prüfen und ihre Datensicherheit neu organisieren.
Der digitale Datentresor S-Trust der Sparkassen-Finanzgruppe wird eingestellt. Wie die Betreiber:innen mitteilen, werden alle bestehenden Verträge zum 30. Januar 2026 gekündigt. Ab diesem Zeitpunkt können Kund:innen ihre Accounts zwar weiter nutzen, aber nur noch kostenlos bis zum 31. März 2026 – danach ist endgültig Schluss.
Betroffen sind alle Accounts, egal ob sie privat bezahlt wurden oder von einer Sparkasse gesponsert waren. Gespeicherte Dokumente, Zugangsdaten und Passwörter bleiben nur bis zum Abschalttermin abrufbar. Wer S-Trust nutzt, sollte deshalb so früh wie möglich damit beginnen, Daten zu exportieren und umzuziehen.
Wichtige Fristen für S-Trust-Nutzer:innen
Bereits zum 1. Dezember 2025 sollen alle S-Trust-Kund:innen ein offizielles Kündigungsschreiben erhalten haben – laut Anbieter per Mail. Diese Nachricht gilt gleichzeitig als Vertragskündigung zum 30. Januar 2026, wer ein Bezahl-Abo hat, muss also nicht selbst aktiv kündigen. Zwischen 30. Januar und 31. März 2026 kann S-Trust dann noch im bisherigen Account-Typ weitergenutzt werden, allerdings ohne Gebühren.
Ab dem 1. April 2026 wird der Zugriff auf S-Trust vollständig gesperrt. Die Betreiber:innen kündigen an, dass alle gespeicherten Daten – also sowohl Dateien als auch Passwort-Einträge – gelöscht werden. Nach diesem Datum lassen sich weder Dokumente noch Zugangsdaten wiederherstellen.
Warum S-Trust eingestellt wird
Als Grund für das Aus nennen die Verantwortlichen den starken Wettbewerb im Markt für Passwort- und Dokumentenmanager. S-Trust habe sich "in einem stark umkämpften Markt mit internationalen Wettbewerbern nicht dauerhaft durchsetzen" können und sei "wirtschaftlich nicht tragfähig", so die S-Communication Services GmbH, die den Dienst innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe betreibt.
Für viele Nutzer:innen bedeutet das Ende von S-Trust, dass ein zentrales Werkzeug für Passwortverwaltung und sichere Ablage wegfällt. Gerade deshalb ist es wichtig, frühzeitig eine Alternative zu wählen – und den Umzug der Daten in Ruhe zu planen, statt kurz vor dem Abschalttermin in Zeitdruck zu geraten.
Passwörter exportieren – aber sicher
Für gespeicherte Passwörter bietet S-Trust eine Exportfunktion im CSV-Format an. Diese Datei kann anschließend in andere Passwortmanager importiert werden. CSV ist zudem ein Standard, den die meisten gängigen Programme verstehen. Beim Export lässt sich auswählen, ob als Trennzeichen Komma oder Semikolon genutzt werden soll, laut Anbieter kommt Excel meist besser mit Semikolon zurecht.
Wichtig ist: Eine CSV-Datei ist nicht verschlüsselt und enthält alle Passwörter im Klartext. Sie sollte nur so lange existieren, wie sie für den Umzug gebraucht wird. Nach dem erfolgreichen Import in einen neuen Passwortmanager sollten Nutzer:innen die Datei konsequent von Festplatte, Cloud und Backups löschen, um Missbrauch zu verhindern.
Verwendete Quellen:
S-Trust: "S-Trust wird zum 31. März 2026 eingestellt!"
chip.de: "Sparkasse stellt Dienst ein – Kunden müssen jetzt handeln"
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