Starke Bilanz
Siemens-Aktie zündet den Turbo: KI-Boom und Rekordaufträge treiben den Kurs
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Siemens Energy verdreifacht Gewinn (11. Februar)
Videoclip • 01:19 Min • Ab 12
132 Milliarden Euro im Auftragsbuch: Siemens profitiert extrem vom KI-Hype und hebt nach einem starken Quartal die Gewinnprognose an. Was das für die Aktien des Industriegiganten bedeutet.
Das Wichtigste in Kürze
Siemens hat im dritten Quartal seinen Gewinn nach Steuern um 16 Prozent gesteigert.
Der Münchner Konzern profitiert dabei vor allem von einer starken Nachfrage im KI-Bereich.
Aufgrund des Rekordauftragsstands hebt das Unternehmen seine Jahresprognose an.
Siemens setzt seine Erfolgsserie fort: Der Münchner Industriekonzern hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres deutlich zugelegt und schraubt nun seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben. Von April bis Juni erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn nach Steuern von 2,58 Milliarden Euro – ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die starke Entwicklung veranlasste Konzernchef Roland Busch zu einer optimistischen Einschätzung: "Wir haben ein weiteres sehr erfolgreiches Quartal abgeschlossen", erklärte er. Die Münchner:innen erhöhen ihre Gewinnprognose pro Aktie von bisher 10,70 bis 11,10 Euro auf nun 11,20 bis 11,50 Euro. Hochgerechnet bedeutet dies im Mittel mehrere hundert Millionen Euro zusätzlichen Gewinn.
Auftragseingang boomt
Besonders beeindruckend entwickelte sich der Auftragseingang: Mit einem Anstieg um 13 Prozent auf fast 28 Milliarden Euro markierte Siemens einen neuen Rekord. Der Wert lag damit deutlich über dem Umsatz, der auf knapp 21 Milliarden Euro kletterte. Dadurch schwoll der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 132 Milliarden Euro an.
Unter den drei Kernsparten glänzte vor allem die zuletzt schwächelnde Digitalisierungssparte Digital Industries mit einem Ergebnissprung um 44 Prozent auf 923 Millionen Euro. Die Sparte Smart Infrastructure bleibt mit 1,27 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 19 Prozent jedoch weiterhin der stärkste Gewinnbringer. Hier treibt insbesondere der KI-Boom das Geschäft an: "Besonders das Geschäft mit Rechenzentren hat eine enorme Dynamik", betonte Busch. Das Momentum aus diesem Bereich werde voraussichtlich auch im kommenden Jahr und darüber hinaus anhalten.
Auch in den News:
Siemens profitiert von US-Zollrückerstattungen
Zusätzlichen Rückenwind erhielt Siemens durch Zollrückerstattungen aus den USA in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro. Der größte Teil davon entfiel auf die Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers, von der sich der Konzern teilweise trennen will.
Bei der geplanten Abspaltung von Healthineers kommt Siemens nach eigenen Angaben voran. Finanzvorständin Veronika Bienert erklärte, man habe "die relevanten steuerlichen Themen mit den Finanzbehörden verbindlich klären" können. Im Februar 2027 sollen die Hauptversammlungen beider Unternehmen die Pläne bestätigen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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