Goldman Sachs sieht großes Potenzial

Rheinmetall: Analysten sehen Aktie deutlich unterbewertet

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

:newstime

Rüstung boomt: Rheinmetall wächst kräftig

Videoclip • 02:02 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Die Rheinmetall-Aktie hat zuletzt an Glanz verloren, doch Goldman Sachs bleibt überzeugt: Mit einem Kursziel von 2.300 Euro stufen die Analyst:innen den Titel weiterhin als klaren Kauf ein – und sehen erheblichen Nachholbedarf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kurs von Rheinmetall schwächelt, aber Goldman Sachs bleibt zuversichtlich.

  • Die US-Investmentbank führt die Aktie auf ihrer "European Conviction List" und rät zum Kauf.

  • Mit einem Kursziel von 2.300 Euro signalisiert sie deutliches Aufwärtspotenzial.

Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall bleibt einer der spannendsten Titel im DAX. Während die Papiere des Düsseldorfer Unternehmens zuletzt unter Druck standen, sehen viele Experten erhebliches Aufwärtspotenzial. Im Mittel erwarten 13 Analysten binnen zwölf Monaten einen Kursanstieg um gut 30 Prozent auf rund 2.045 bis 2.050 Euro. Besonders optimistisch zeigt sich Goldman Sachs, die ihr Kursziel jüngst auf 2.300 Euro festlegte – wenn auch um 200 Euro niedriger als zuvor – und Rheinmetall auf ihrer "European Conviction List" mit dem Votum "Buy" führt.

Im aktuellen Kursniveau klafft damit eine deutliche Lücke zwischen Marktpreis und Analystenerwartung: Die Aktie notiert mehr als 700 Euro unter dem neuen Kursziel von Goldman Sachs. Trotz dieser Differenz bleibt die Börse verhalten. Kritiker:innen verweisen auf eine angebliche Überbewertung der Rüstungsbranche insgesamt, doch Analyst:innen kontern: Angesichts geopolitischer Spannungen – etwa im Iran-Konflikt – und weltweit steigender Verteidigungsbudgets seien die mittelfristigen Aussichten für Rheinmetall eher unterschätzt als überschätzt.


- Anzeige -
- Anzeige -

Volle Auftragsbücher und zahlreiche Kooperationen

Fundamental sprechen mehrere Faktoren für das Unternehmen. Rheinmetall verfügt über einen umfangreichen Auftragsbestand und hat jüngst eine große Vorauszahlung aus einem bedeutenden Rüstungsauftrag erhalten, was die Liquidität stärkt und das operative Risiko senkt. Der Konzern selbst stellt bis 2030 eine massive Ausweitung seines Geschäfts in Aussicht: Die Umsätze sollen sich im Vergleich zu 2024 verfünffachen. Auf dieser Basis rechnen Analyst:innen damit, dass das langfristige Kurs-Gewinn-Verhältnis auf etwa 15 sinken könnte – ein Niveau, das viele als Hinweis auf eine Unterbewertung interpretieren.

Auch in den News:

Aktie hat zuletzt etwas geschwächelt

Wachstumstreiber sind zudem neue Projekte und Kooperationen. Dazu zählen etwa die Zusammenarbeit mit Boeing Australia rund um die Kampfdrohne Ghost Bat, deren Bereitstellung bis 2029 geplant ist, sowie ein Joint Venture mit Indra im Markt für Militär-Lkw in Spanien. Parallel laufen Gespräche mit Airbus und OHB über Satellitenaktivitäten im Weltraum. Diese Pipeline an Rüstungs- und Hightechprojekten sorgt für hohe Auftragsvisibilität und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die ambitionierten Wachstumsziele erreicht werden.

Dem gegenüber steht jedoch ein zunehmend fragiles Chartbild. Nach einem starken Jahresverlauf mit Kursgewinnen von über 35 Prozent im Frühsommer geriet die Aktie spätestens seit Herbst 2025 in einen Abwärtstrend. Aktuell notiert Rheinmetall rund neun Prozent unter der 200-Tage-Linie, die ihrerseits seit Wochen fällt – ein klassisches Signal nachlassenden Anlegeroptimismus.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Goldman Sachs

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken