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Neobroker im Check: Wie günstig ist der Handel per App wirklich?

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Trotz Sparen: Neuverschuldung explodiert

Videoclip • 01:55 Min • Ab 12


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Aktien und ETFs kaufen per Smartphone – Neobroker machen den Einstieg an der Börse einfacher denn je. Doch ganz kostenlos sind die Angebote nicht, warnen Verbraucherschützer:innen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neobroker ermöglichen günstigen Wertpapierhandel per App.

  • Kostenlos sind die Angebote jedoch nicht.

  • Häufiges Handeln kann die Rendite deutlich schmälern.

Immer mehr Menschen investieren ihr Geld über sogenannte Neobroker. Anbieter wie Trade Republic, Scalable Capital oder Smartbroker werben mit einfacher Bedienung und günstigen Konditionen. Wertpapiere lassen sich bequem per App kaufen und verkaufen – oft schon mit wenigen Klicks.

Neobroker vermitteln den Eindruck, dass Investieren heute einfacher und günstiger ist als je zuvor. Ganz kostenlos sind die Angebote jedoch nicht. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass auch hier Kosten entstehen, die für Nutzer:innen häufig nicht sofort ersichtlich sind.

Neobroker: Kostenlos bedeutet nicht kostenfrei

Wer Aktien oder ETFs handelt, zahlt indirekt oft trotzdem für den Service. Die Broker erhalten unter anderem Vergütungen von Handelsplätzen, an die sie die Aufträge ihrer Kund:innen weiterleiten. Für Anleger:innen sind diese Kosten meist nicht direkt erkennbar.

Wichtiger als die Frage nach einer möglichen Ordergebühr ist deshalb oft, zu welchem Kurs ein Wertpapier gekauft oder verkauft wird. Besonders außerhalb der üblichen Börsenzeiten können die Preise ungünstiger ausfallen.

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Die größte Gefahr sitzt oft vor dem Bildschirm

Verbraucherschützer:innen sehen jedoch ein anderes Risiko als deutlich größer an. Viele Trading-Apps verleiten dazu, zu häufig zu handeln. Push-Nachrichten, Kursalarme und die ständige Verfügbarkeit auf dem Smartphone können dazu führen, dass Anleger:innen öfter kaufen und verkaufen, als eigentlich sinnvoll wäre. Studien zeigen, dass häufiges Handeln die Rendite oft verschlechtert. Jeder Verkauf kann außerdem Steuern auslösen. Dadurch steht anschließend weniger Geld für neue Investitionen zur Verfügung.

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Änderungen bei den Geschäftsmodellen

Ein wichtiger Teil des bisherigen Geschäftsmodells vieler Neobroker steht vor dem Aus. Ab dem 30. Juni 2026 dürfen Handelsplätze in der Europäischen Union keine Provisionen mehr für die exklusive Weiterleitung von Kundenaufträgen zahlen.

Die Regelung soll Interessenkonflikte verhindern und sicherstellen, dass Aufträge möglichst zum besten verfügbaren Kurs ausgeführt werden. Ob Anleger:innen dadurch künftig höhere Gebühren zahlen müssen, ist derzeit offen. Verbraucherschützer:innen gehen jedoch davon aus, dass transparente Preise den Wettbewerb stärken könnten.

Vorsicht bei Guthaben und dubiosen Anbietern

Anleger:innen sollten außerdem prüfen, wie ihr Guthaben auf dem Verrechnungskonto verwahrt wird. Einige Anbieter legen nicht investiertes Geld teilweise in Geldmarktfonds an. Diese gelten zwar als vergleichsweise sicher, unterliegen aber nicht der gesetzlichen Einlagensicherung wie klassische Bankguthaben.

Daneben warnen die Verbraucherzentralen vor betrügerischen Handelsplattformen. Wer mit unrealistisch hohen Renditen gelockt wird oder nach Verlusten plötzlich Anrufe von angeblichen Helfer:innen erhält, sollte besonders misstrauisch sein.


Verwendete Quellen:

Verbraucherzentrale: "Neobroker: Kosten und Risiken des schnellen Wertpapier-Handels per App"

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