Gefahr für Mensch und Tier

Giftraupen-Alarm in Berlin: Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

:newstime

Gefahr für den Menschen: Eichenprozessspinner breitet sich aus

Videoclip • 01:18 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Die Stadt Berlin warnt vor einer wachsenden Gefahr: Der Eichenprozessionsspinner breitet sich im gesamten Stadtgebiet aus und kann mit seinen feinen Brennhaaren schwerwiegende gesundheitliche Folgen auslösen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Eichenprozessionsspinner breitet sich aktuell im gesamten Berliner Stadtgebiet aus und bildet ab Juni giftige Brennhaare, die schwere allergische Reaktionen auslösen können.

  • Betroffene Personen sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, auch wenn alte oder verlassene Nester weiterhin gefährlich bleiben.

  • Zur Prävention gilt: Abstand zu den Raupen und Nestern halten, verdächtige Funde melden und nicht selbst entfernen.

Die Temperaturen steigen, die Menschen zieht es wieder ins Grüne – doch die Berliner:innen sollten derzeit vorsichtig sein. Eine Raupe breitet sich derzeit massiv in Berlin aus und stellt eine echte Gefahr dar: Der Eichenprozessionsspinner. Was viele nicht wissen: Die Tiere sind nicht giftig, aber ihre feinen Brennhaare enthalten ein Gift, das starke Reaktionen auslösen kann.

Die winzigen Haare entstehen erst später im Jahr. Wie die Stadt Berlin warnt, schlüpfen die Raupen bereits ab Mitte April. Ab Juni – im dritten Larvenstadium – bilden sich die gefährlichen Brennhaare. Wer diese Haare berührt oder einatmet, riskiert ernsthafte Gesundheitsprobleme. Das ist für viele Berliner:innen eine überraschende Information, die man unbedingt kennen sollte.

- Anzeige -
- Anzeige -

Symptome und gesundheitliche Folgen bei Kontakt mit Giftraupen

Die Folgen eines Kontakts mit den Brennhaaren können vielfältig und unangenehm sein. Laut der Stadtverwaltung können betroffene Personen juckende Hautausschläge, entzündete Augen und gereizte Atemwege erleiden. In schweren Fällen drohen sogar Atemnot oder ein allergischer Schock. Auch grippeähnliche Symptome könnten auftreten. Eine Besonderheit: Selbst alte oder verlassene Nester bleiben giftig und stellen weiterhin ein Risiko dar.

Wer solche Symptome bei sich bemerkt, sollte sofort einen Arzt aufsuchen und auf den möglichen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hinweisen. Dies ist wichtig, damit die Ärzt:innen die richtige Diagnose stellen und die passende Behandlung einleiten können.

Auch in den News:

So kannst du dich schützen

Die erste und wichtigste Regel lautet: Abstand halten! Die Stadt Berlin rät, Abstand zu den Raupen und ihren Nestern zu halten – sowohl zu lebenden als auch zu toten Tieren. Solltest du dennoch mit den Raupen in Kontakt gekommen sein, wasche deine Kleidung und Schuhe gründlich, um die Brennhaare zu entfernen und nicht in dein Zuhause zu bringen.

Ein wichtiger Tipp zur Unterscheidung: Die Nester des Eichenprozessionsspinners werden häufig mit den harmlosen Gespinsten der Gespinstmotte verwechselt. Der Unterschied ist aber deutlich: Gespinstmotten überziehen Sträucher und kleine Bäume großflächig mit feinen Netzen voller heller Raupen – diese sind völlig harmlos. Die Nester des Eichenprozessionsspinners sehen anders aus: „Sie kleben kompakt und polsterartig direkt an Eichenstämmen oder dicken Ästen", wie die Stadt Berlin erklärt. Verdächtige Raupen oder Nester sollten nicht selbst entfernt werden. In Berlin können Sichtungen an tiefgruen@ba-fk.berlin.de gemeldet werden.


Verwendete Quellen:

berlin.de: "Mitteilung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg vom 2. Juni 2026"

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken