Neues Update für CarPlay

KI im Cockpit: Macht iOS 26.4 dein Auto jetzt zum rollenden ChatGPT-Assistenten?

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Bericht: Apple entwickelt KI-Pin mit Kamera und Mikrofon

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


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Mit iOS 26.4 öffnet Apple CarPlay erstmals für externe KI-Dienste wie ChatGPT, Google Gemini und Claude. Die neuen Apps sollen Fahrer:innen helfen – dürfen aber das Auto nicht steuern und nur stark reduzierte Anzeigen nutzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • iOS 26.4 bringt eine neue CarPlay-Kategorie für "sprachbasierte Konversations-Apps", etwa von ChatGPT, Google Gemini oder Claude.

  • Die KI-Apps müssen nahezu vollständig per Sprache bedient werden, haben maximal drei UI-Ebenen und dürfen weder Fahrzeugfunktionen noch iPhone-Kernfunktionen steuern.

  • Es gibt kein "Hey ChatGPT" im Hintergrund – die App muss manuell gestartet werden, bietet dafür aber deutlich mehr KI-Funktionen als Siri allein.

Apple führt mit dem für das Frühjahr erwarteten Update iOS 26.4 eine neue CarPlay-Kategorie ein: sogenannte "sprachbasierte Konversations-Apps". Damit können erstmals KI-Chatbots von Drittanbietern offiziell und legal im Auto genutzt werden.

Bisher waren Autofahrer:innen fast ausschließlich auf Siri angewiesen oder mussten Umwege nutzen, um unterwegs komplexe Sprachbefehle an KI-Dienste zu richten. Mit der neuen Schnittstelle können Anbieter wie OpenAI (ChatGPT), Google (Gemini) oder Anthropic (Claude) ihre Assistenten direkt auf den CarPlay-Bildschirm bringen.


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Neue KI-Kategorie: Sprache statt Touch

Die neuen Apps sind konsequent auf Sprachbedienung ausgelegt. Während der Fahrt sollen sie vor allem zuhören und antworten – lange Texte zum Lesen oder komplexe Grafiken sind untersagt. Auf dem Display dürfen im Wesentlichen nur einfache Statusanzeigen erscheinen, etwa dass die KI gerade zuhört oder eine Antwort vorbereitet.

Laut aktualisiertem CarPlay Developer Guide müssen die Anwendungen "aufgabenorientiert" sein und dürfen keine beliebigen Chatfenster anbieten. Zudem schreibt Apple vor, dass die Benutzeroberfläche höchstens drei Ebenen haben darf. So sollen verschachtelte Menüs und langes Tippen während der Fahrt verhindert werden.

Strenge Grenzen im Vergleich zu Siri

Trotz der Öffnung bleibt der Abstand zu Siri deutlich. Drittanbieter-KIs bekommen kein Wake-Word: Ein "Hey ChatGPT" im Hintergrund reicht nicht. Wer die KI nutzen will, muss die jeweilige App zuerst manuell im CarPlay-Menü starten; erst dann hört sie zu.

Außerdem bleiben die neuen KI-Apps strikt von der Fahrzeugsteuerung getrennt. Anders als Siri können sie weder Klimaanlage noch Sitzheizung oder Fenster bedienen – Apple gibt die entsprechenden System-Schnittstellen für "Conversational Apps" nicht frei. Auch iPhone-Kernfunktionen wie Anrufe starten oder Nachrichten verschicken dürfen nicht über diese KI-Apps laufen.

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Mehr Nutzen trotz Beschränkungen

Trotz der engen Regeln bringt iOS 26.4 für viele Fahrer:innen einen spürbaren Mehrwert. Sie können künftig leistungsfähige Sprachmodelle nutzen, um Wissensfragen zu klären, Texte zusammenfassen oder Ideen sammeln zu lassen, ohne das Handy in die Hand zu nehmen und ohne auf Siris begrenzte Datenbasis beschränkt zu sein.

Ob Google, OpenAI und Anthropic ihre Apps pünktlich zum Start von iOS 26.4 CarPlay‑tauglich machen, ist noch nicht bestätigt – angesichts des hohen Marktinteresses aber sehr wahrscheinlich. Klar ist: Apple versucht mit der neuen KI-Öffnung den Spagat zwischen mehr Funktionen im Auto und strenger Ablenkungsvermeidung am Steuer.


Verwendete Quellen:

WinFuture: "Apple CarPlay: iOS 26.4-Update bringt großen Schwung neuer Apps"

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