Busse und Bahnen von Üstra

Hannover: Mittwoch und Donnerstag droht Streik im Nahverkehr

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Niedersachsen, Hannover: Ein Plakat "Warnstreik" klebt in den Frontscheibe einer Stadtbahn der Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra auf dem Betriebshof Glocksee.

Bild: Julian Stratenschulte/dpa


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Die Gewerkschaft Verdi bestreikt Mitte kommender Woche Busse und Bahnen in Hannover. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 20. und 21. Mai sind die Beschäftigten der Üstra und von Regiobus in und um Hannover zum Warnstreik aufgerufen.

  • Auch in Osnabrück und Göttingen wird gestreikt.

  • Es ist bereits die zweite Warnstreik-Runde der kommunalen Verkehrsbetriebe Niedersachsens während der aktuellen Tarifverhandlungen.

Die Gewerkschaft Verdi hat für kommende Woche Streiks in Hannover beim Bus- und Bahnverkehr der Üstra (Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover AG) angekündigt. Das meldet "hannover.de", das offizielle Portal der Landeshauptstadt und Region Hannover.

Demnach werden am Mittwoch (20. Mai) und Donnerstag (21. Mai) von Betriebsbeginn ab ca. 3 Uhr bis Betriebsschluss keine Busse oder Bahnen fahren. Dies betreffe auch den Schüler:innen-Transport. Einzelne Fahrten auf den Regiobus-Linien würden jedoch trotz des Streiks von Subunternehmen durchgeführt.


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Nicht vom Streik betroffen sein werden demnach die S-Bahn- und Regionalbahnlinien. Auch das On-Demand-Angebot sprinti werde nicht bestreikt. In einigen Kommunen könne es jedoch zu kleineren Einschränkungen kommen. Die sprintRad-Leihfahräder stehen den Kund:innen der Üstra jedoch wie gewohnt zur Verfügung.

Wie es weiter heißt, bitte die Hannoverschen Verkehrsbetriebe darum, an den beiden Tagen auf andere Verkehrsmittel auszuweichen und bedauere die durch den Streik entstehenden Unannehmlichkeiten.


Bereits zweite Warnstreik-Runde in Niedersachsen

"Auch nach dem vierten Verhandlungstermin nehmen wir keine ausreichende Kompromissbereitschaft auf Seiten der Arbeitgeber wahr", teilte Verdi mit, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Zudem würde die Arbeitgeberseite weiter die Senkung der Arbeitsbelastung ablehnen - laut Verdi "eine wichtige Forderung der Beschäftigten". In Hannover sind dazu auch Demonstrationen und Streikversammlungen geplant.

Die Tarifverhandlungen für die zehn kommunalen Verkehrsunternehmen Niedersachsens laufen seit Mitte Februar. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 1. Juni angesetzt.

Dienstag und Mittwoch auch Streiks in Göttingen

Die Gewerkschaft hatte zuvor auch Busfahrer:innen in Osnabrück für Freitag und Samstag zum Warnstreik aufgerufen. Am Dienstag und Mittwoch sollen die Busse der Göttinger Verkehrsbetriebe still stehen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Im April hatte es bereits erste Warnstreiks gegeben, damals zeitgleich in mehreren Städten. In Hannover fand der Warnstreik direkt zur Hannover Messe statt. Aus Politik und Wirtschaft hatte es dafür Kritik gegeben, so dpa weiter.

Die Arbeitgeber halten die Forderungen dpa zufolge für finanziell nicht darstellbar. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei gleichzeitigem Lohnausgleich würde "im Ergebnis die Reduzierung des ÖPNV-Angebotes nach sich ziehen", warnte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes, Michael Bosse-Arbogast.


Verwendete Quellen:

hannover.de: "Busse und Bahnen in Han­no­ver am Mitt­woch und Don­ners­tag von Streik be­trof­fen"

haz.de: "Nächster Streik bei der Üstra in Hannover am 20. und 21. Mai"

Nachrichtenagentur dpa

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