Neues Apple-Gerät

Faltbares iPhone rückt näher: Samsung startet mit Display-Produktion

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von Joachim Vonderthann

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Apple-Produkte werden teurer

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Apple macht Ernst mit seinem ersten faltbaren iPhone: Samsung hat grünes Licht erhalten, Millionen spezieller OLED-Displays zu fertigen. Doch ein kleines Bauteil könnte den Zeitplan noch durcheinanderbringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Samsung Display hat von Apple einem Bericht zufolge die Freigabe erhalten, faltbare OLED-Panels für das iPhone Ultra zu produzieren.

  • Die Südkoreaner sollen für die ersten drei Jahre einen Exklusivvertrag für das erste Falt-iPhone haben.

  • Ein Teil soll allerdings noch Probleme bereiten und könnte die Premiere verzögern.

Es ist eines der am heißesten erwarteten Smartphones der letzten Jahre: das sogenannte iPhone Ultra, Apples erstes faltbares iPhone. Nun verdichten sich die Zeichen, dass das Gerät tatsächlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen könnte. Wie die Branchenwebseite The Elec berichtet, hat Apple am 22. Juni die offizielle Freigabe erteilt, dass Samsung Display mit der Produktion der faltbaren OLED-Panels beginnen darf. In Fabriken in Vietnam laufen die ersten Fertigungsschritte bereits an.

Bis Ende des Jahres sollen rund drei Millionen Panels an Apple geliefert werden. Für ein völlig neues Gerät ist das eine überschaubare, aber durchaus realistische Stückzahl – Apple selbst könnte die Verfügbarkeit zu Beginn bewusst begrenzen, je nachdem wie groß die Nachfrage ausfällt. Bloomberg-Redakteur Mark Gurman, einer der bekanntesten Apple-Insider der Branche, dementierte zuletzt Berichte, wonach das iPhone Ultra erst Anfang 2027 erscheinen soll: Das Gerät werde wie geplant im September gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro vorgestellt, so Gurman.


Samsung legt mit Displays für iPhone Ultra los

Samsung Display ist nicht zufällig mit von der Partie – der Konzern soll laut The Elec einen Exklusivvertrag über drei Jahre mit Apple abgeschlossen haben. In diesem Zeitraum wird Apple seine faltbaren iPhone-Displays demnach ausschließlich bei Samsung fertigen lassen. Das unterstreicht, wie eng die beiden Technologieriesen trotz ihrer langjährigen Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt zusammenarbeiten.

Bemerkenswert ist auch die Qualität der Fertigung: Apple soll als Mindestanforderung eine sogenannte Ausbeute von 70 Prozent verlangt haben – also dass mindestens sieben von zehn produzierten Panels fehlerfrei sind. Samsung Display übertrifft diesen Wert laut Bericht, aus dem Maclife.de zitiert, bereits deutlich und erreicht mehr als 80 Prozent. Das bedeutet: Nur eines von fünf Panels fällt durch die Qualitätskontrolle. Für einen neuartigen Displaytyp ist das ein starkes Ergebnis, das sowohl die Produktionsgeschwindigkeit als auch die Kosteneffizienz positiv beeinflusst.

Apple selbst hat das 2.000-Dollar-iPhone noch nicht bestätigt

Das faltbare OLED-Panel soll technisch auf dem neuesten Stand sein. Zum Einsatz kommt laut Berichten aus der Lieferkette das aktuelle Samsung-M16-OLED-Material, das im Vergleich zu älteren Panels heller, farbtreuer, langlebiger und energiesparender sein soll. Zusätzlich setzt Apple angeblich auf eine Bauweise namens Color Filter on Encapsulation (CoE): Dabei wird der Farbfilter direkt auf der Verkapselungsschicht des Displays aufgebaut, sodass ein separater Polarisator entfällt. Das macht das Display dünner und verbessert die Lichtausbeute – beides ist bei faltbaren Geräten besonders wichtig.

Gerüchten zufolge soll das iPhone Ultra ein 7,8 Zoll großes Innendisplay und ein 5,5 Zoll großes Außendisplay bieten. Als Einstiegspreis werden rund 2.000 US-Dollar genannt. Apple selbst hat das Gerät bislang nicht offiziell angekündigt – alle vorliegenden Informationen stammen aus der Lieferkette und sind mit entsprechender Vorsicht zu genießen.

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Verzögert ein Teil den Start von Apples Falt-iPhone?

Trotz der angelaufenen Displayproduktion ist der Zeitplan laut The Elec noch nicht vollständig gesichert. Als möglicher Unsicherheitsfaktor gilt das Scharnier – also das Gelenk, das das Gerät auf- und zuklappbar macht. Dieses Bauteil beeinflusst nicht nur die Haptik des Faltmechanismus, sondern auch die Sichtbarkeit der Falte in der Displaymitte und die Langlebigkeit des Geräts. Laut Bericht soll Apple ein per 3D-Druck gefertigtes Scharniermodul einsetzen, bei dem es nach der Montage noch Probleme mit unerwünschten Geräuschen gegeben habe. Verzögerungen von zwei Wochen bis zu einem Monat seien deshalb möglich.

Apples Anspruch ist dabei hoch: Das iPhone Ultra soll laut Gerüchten einen deutlich weniger sichtbaren Falz haben als vergleichbare Android-Geräte wie das Samsung Galaxy Z Fold7.



Verwendete Quellen:

Maclife: "Faltbares iPhone: Apple soll OLED-Produktion freigegeben haben"

Notebookcheck: "Apple iPhone Ultra: Produktion von 3 Millionen Falt-Displays bei Samsung läuft an"

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