Nach Wechsel zu Payback

Edeka-Ausstieg war zu viel: Deutschland-Card wird eingestellt

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Aus für Bio-Supermarkt-Kette "Tegut"

Videoclip • 01:27 Min • Ab 12


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Die Deutschland-Card machte bei Bonusprogrammen lange Payback Konkurrenz. Doch der Wechsel von Edeka zum größeren Anbieter war nicht zu verkraften.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutschland-Card war lange Zeit der größte Konkurrent von Payback.

  • Der Wechsel von Edeka zu Payback läutete jedoch den Anfang vom Ende ein.

  • Jetzt zieht der Bertelsmann-Konzern dem Bonusprogramm endgültig den Stecker.

Deutschland-Card wird eingestampft

Der Bertelsmann-Konzern stellt sein Rabattprogramm Deutschland-Card im Laufe dieses Jahres ein. Für die 90 Mitarbeiter:innen sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, wie Bertelsmann mitteilte. Spätestens zum 30. November soll die GmbH ihren Betrieb vollständig einstellen. Grund für die Einstellung ist demnach der "Verlust des mit Abstand größten Programmpartners" Anfang 2025, mit dem die Grundlage für das Geschäftsmodell entfallen sei.

Edeka-Wechsel zu Payback läutete das Ende ein

Das bezieht sich auf den Wechsel von Edeka zum größeren Konkurrenten Payback Anfang vergangenen Jahres. Zuvor war Edeka-Konkurrent Rewe, dessen Spülmittel bei Öko-Test zuletzt überzeugen konnte, bei Payback ausgestiegen und hatte ein eigenes Bonusprogramm ins Leben gerufen. Die seit 2008 erhältliche Deutschland-Card schreibt demnach seit geraumer Zeit rote Zahlen. "Das Management sieht daher auf absehbare Zeit keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone zu verlassen, und damit keine Grundlage für eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten", hieß es in der Mitteilung.

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"Nichts mit der Leistung der Mitarbeitenden zu tun"

Rettungsbemühungen brachten demnach nicht die erhofften neuen Nutzer:innen: Trotz intensiven Einsatzes aller Beteiligten und umfassender Investitionen sei es leider nicht gelungen, Nutzerakzeptanz und erforderliche Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen. "Bild" zitiert Dirk Kemmerer, Geschäftsführer von Bertelsmann Marketing Services, mit den Worten, das Scheitern habe "nichts mit der Leistung der Mitarbeitenden zu tun". Vielmehr sei das Projekt wegen "schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen" gescheitert.

Zu den bislang verbliebenen Partnerunternehmen der Deutschland-Card zählen laut Webseite unter anderem Aldi Nord und Süd, Rewe, Kaufland, Penny sowie die Drogeriemarktketten Rossmann und dm.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Bild. "Deutschland-Card verschwindet vom Markt"

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