Von 99 Cent auf 1,19 Euro

Butter wird wieder teurer – darum steigen die Preise

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

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Inflation: Lebensmittel werden teurer (17. Februar)

Videoclip • 01:44 Min • Ab 12


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Die Butter kostet jetzt wieder mehr als einen Euro. Wie die Discounter den Preisanstieg begründen.

Der Butterpreis im deutschen Einzelhandel ist nach längerer Zeit erstmals wieder gestiegen. In Discountern und Supermärkten liegt der Preis für ein 250-Gramm-Päckchen Markenbutter der Eigenmarken bei 1,19 Euro statt 99 Cent. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter großen Lebensmittelhändlern ergeben.

Schwankender Butterpreis

Die Butter unterlag in den letzten Jahren großen Preisschwankungen. Am teuersten war sie im Oktober 2024: Das günstigste Päckchen kostete damals 2,39 Euro. Als Ursache nannten Landwirt:innen kleine Milchmengen, einen niedrigen Fettgehalt der Milch und die Blauzungenkrankheit, die die Milchleistung betroffener Tiere beeinflusste.

Im Dezember 2025 fiel der Butterpreis auf unter einen Euro, weil Milch am Weltmarkt günstiger wurde. Es gab ein Überangebot an Milch, deren Fettanteil wegen besseren Wetters und der Futterqualität angestiegen war.

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Discounter: Einkauf wurde teurer

Die niedrigen Preise der letzten Monate sind zum Teil dafür verantwortlich, dass der Butterpreis jetzt wieder anzieht. Wegen des geringen Preisniveaus sei mehr Butter abgesetzt worden, und es hätten sich die Übermengen am Markt verringert, erklärt Philipp Hennerkes vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. "Ein geringerer Mengendruck sorgt nun für steigende Bezugspreise, die dann auch wieder zu höheren Verkaufspreisen führen."

Laut Marktexpertin Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft habe die starke Nachfrage nach abgepackter Butter und Blockbutter die Preise steigen lassen.

Die Discounter Aldi Nord und Lidl argumentierten angesichts des Preisanstiegs mit höheren Einkaufspreisen. Eine Sprecherin von Kaufland erklärte: "Unsere Preisgestaltung orientiert sich unter anderem an der jeweiligen Marktsituation, am Wettbewerb sowie an Angebot und Nachfrage." Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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