Mecklenburg-Vorpommern
Fall Fabian aus Güstrow: Staatsanwaltschaft klagt verdächtige Gina H. wegen Mordes an
Aktualisiert:
von dpa:newstime
Festnahme im Mordfall Fabian - das ist bislang bekannt (7. November)
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Der gewaltsame Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow sorgte bundesweit für Bestürzung. Eine Tatverdächtige sitzt seit November in U-Haft. Nun hat die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage erhoben.
Fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft Rostock am Montag (9. März) über den aktuellen Sachstand der Ermittlungen informiert. In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Rostock und des Polizeipräsidiums Rostock wurde bekannt gegeben, dass die Ermittlungen inzwischen abgeschlossen seien. Die in Untersuchungshaft sitzende Gina H. werde "wegen des Verdachts des heimtückischen Mordes und aus sonst niedrigen Beweggründen zum Nachteil des achtjährigen Fabian" vom Landgericht Rostock angeklagt.
Seit November sitzt Gina H. in Untersuchungshaft, die in einem Dorf in der Nähe von Güstrow wegen dringenden Mordverdachts verhaftet wurde. Eine Haftprüfungsbeschwerde wurde abgelehnt und der Haftbefehl gegen sie vom Gericht bestätigt.
Es bestehe nach den Ermittlungen ein hinreichender Verdacht, dass sich die Verdächtige am Morgen des 10. Oktobers 2025 zur Wohnanschrift von Fabian begeben habe. Sie habe "den ihr gut bekannten achtjährigen Jungen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt" und sei mit ihm zu einem Feldstück in der Nähe von Klein Updahl gefahren. Dort sei sie mit ihm zu dem dort befindlichen Teich gelaufen. Dann habe sie den Jungen mittels mindestens sechs Messerstichen im Bereich des Oberkörpers getötet. Sie habe die Tat alleine geplant und durchgeführt.
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, habe sie den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet.
Fabians Leiche wurde am 14. Oktober entdeckt
Der aus Güstrow stammende Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Mutter meldete ihn am Abend bei der Polizei als vermisst. Eine großangelegte Suche startete. Die verbrannte Leiche des Achtjährigen wurde schließlich am 14. Oktober am Ufer eines Tümpels etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow gefunden.
Die Obduktion des Kindes ergab früheren Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Wie er starb, teilten die Ermittler bislang nicht mit. Der Leichnam sei vermutlich angezündet worden, um Spuren zu verschleiern. Die Polizei war seit der Entdeckung der Leiche mehrfach an den Fundort zurückgekehrt.
Bundesweit große Anteilnahme
Die bundesweite Anteilnahme war groß, auch in Güstrow selbst bewegte der Fall viele Menschen. Es fanden mehrere Trauergottesdienste statt, an denen Hunderte Menschen teilnahmen. Viele stellten Kerzen auf und legten Kuscheltiere nieder.
Nach mehreren Wochen baten die Behörden am 5. November in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" um Hinweise von Zeug:innen, die sich in der Zeit in der Nähe des späteren Fundorts aufgehalten hatten.
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