Schadstoffe und Co.

Stiftung Warentest checkt Boxspringbetten: Manche sind richtig schlecht

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Nicht alle Boxspringbetten überzeugen

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


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Die Stiftung Warentest hat neun Boxspringbetten geprüft – mit ernüchternden Ergebnissen. Nur ein Bett wurde mit der Note "gut" bewertet. Mehrere Modelle fallen hingegen glatt durch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest nimmt die beliebten Boxspringbetten unter die Lupe.

  • Nur eins der getesteten Betten erhält die Note "gut", viele enthalten Schadstoffe.

  • Die Tester raten zu diesen Alternativen für die Nachtruhe.

Boxspringbetten gelten als komfortable Schlafunterlage und erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch die Stiftung Warentest zeigt, dass viele Modelle dem hohen Anspruch nicht gerecht werden. In ihrem aktuellen Test wurden neun Boxspringkombinationen untersucht, deren Preise zwischen 599 und 2.094 Euro liegen. Die Ergebnisse sind alarmierend: Drei Betten fielen wegen gesundheitlich bedenklicher Schadstoffe komplett durch. Ein Produkt erhielt lediglich die Note "ausreichend".

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Nur ein Boxspringbett ist "gut"

Lediglich das Modell Emma Classic Komfort ohne Topper konnte sich mit der Note "gut" behaupten, wie zdfheute.de berichtet. Mit einem Preis von 1.500 Euro überzeugte es durch gute Liegeeigenschaften für verschiedene Körpertypen und eine hohe Langlebigkeit. Dennoch gibt es auch hier Schwächen, insbesondere bei der Schadstoffprüfung, die insgesamt negativ ausfiel.

Sarah Vasconi, Projektleiterin bei Stiftung Warentest, betonte: "Vergleichbare Schadstoffbelastungen kennen wir aus unseren Matratzentests nicht. Einige Boxspring-Anbieter müssen dringend ihre Qualitäts­sicherung verbessern."

Besonders problematisch zeigte sich das Modell Mömax Based, das Dimethylformamid freisetzte – ein Lösemittel, das als fortpflanzungsschädlich eingestuft wird und deutlich über dem vorgeschriebenen Grenzwert lag.

Schädliche Stoffe in vielen Betten

Auch andere Modelle wiesen bedenkliche Stoffe auf, darunter hormonaktive Tenside und krebserregende Flammschutzmittel. Im Bereich Liegekomfort enttäuschten viele Betten ebenfalls: Häufig trat der sogenannte Hängematteneffekt auf, bei dem die Proband:innen zu stark einsanken und die Unterstützung der Wirbelsäule nur mittelmäßig war. Das IKEA-Modell Hemfjället erzielte als günstigstes Bett mit einem Preis von 639 Euro immerhin ein "befriedigend", konnte jedoch keine Spitzenwerte erreichen.

Warum die klassische Matratze oftmals besser ist

Die Stiftung Warentest empfiehlt, auch Alternativen wie Lattenrost und hochwertige Matratzen in Betracht zu ziehen. Diese bieten häufig besseren Liegekomfort und sind zudem günstiger. Empfehlenswerte Matratzen in der Größe des Testsiegers sind bereits ab 300 Euro erhältlich. Zudem lässt sich die Matratze bei klassischen Betten einfacher austauschen, was langfristig Vorteile bietet.

Boxspringbetten punkten zwar mit ihrer Einstiegshöhe und optischen Vorzügen, doch bei Haltbarkeit und Schadstoffbelastung offenbaren viele Modelle Schwächen.

Kürzlich hat Stiftung Warentest auch Vitamin-D-Präparate unter die Lupe genommen - die Ergebnisse sind ernüchternd.


Verwendete Quellen:

Stiftung Warentest: "Boxspringbett oder klassische Matratze − was ist besser?"

zdfheute.de: "Stiftung Warentest prüft Boxspringbetten: Viele fallen durch"

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