Möglicher Antriebsfehler
37.000 Autos in Deutschland betroffen: Mercedes ruft diese Topmodelle zurück
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von Benedikt Rammer:newstime
Mercedes-Gewinn bricht weiter ein
Videoclip • 01:26 Min • Ab 12
Mercedes-Benz muss weltweit mehr als 200.000 Fahrzeuge wegen eines möglichen Problems am Antrieb zurückrufen. Betroffen sind mehrere Baureihen von E- und S-Klasse bis hin zum SUV GLC – in Deutschland sind knapp 37.000 Autos betroffen.
Das Wichtigste in Kürze
Weltweit sind 201.031 Mercedes-Fahrzeuge vom Rückruf betroffen, davon 36.888 in Deutschland, berichtet "t-online".
Grund ist erhöhter Verschleiß am Kreuzgelenk der Gelenkwelle, der zum Verlust der Kraftübertragung und Fahrzeugstillstand führen kann.
Halter:innen werden informiert, können den Status aber auch in der Vertragswerkstatt oder mit KBA-/Herstellerreferenz (16363R / 4190026) prüfen lassen.
Mercedes-Benz ruft weltweit 201.031 Fahrzeuge in die Werkstätten, davon 36.888 in Deutschland. Das berichtet das Portal "t-online", das sich auf Angaben des Herstellers beruft. Betroffen sind mehrere Modellreihen, darunter die E-Klasse, die S-Klasse sowie SUV-Modelle wie der GLC. Der Grund: Ein mögliches Problem im Antrieb kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Auto stehen bleibt.
Nach Angaben von Mercedes kann es bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum vom 1. Oktober 2017 bis 19. Dezember 2019 zu einem erhöhten Verschleiß an einem Bauteil der Antriebswelle kommen. Konkret geht es um das Kreuzgelenk der Gelenkwelle, über das die Kraft vom Motor an die Räder weitergegeben wird.
Risiko: Auto kann stehen bleiben
Die betroffene Komponente sorgt normalerweise dafür, dass die Antriebskraft zuverlässig übertragen wird. Kommt es hier zu Verschleiß, kann diese Verbindung beeinträchtigt werden. Nach Informationen von "t-online" kann im ungünstigsten Fall "die Kraftübertragung unterbrochen werden und das Auto zum Stillstand kommen".
Trotz dieses möglichen Risikos betont der Hersteller laut Bericht, dass bisher keine Sach- oder Personenschäden bekannt seien. Der Rückruf erfolge deshalb vorsorglich, um Probleme zu vermeiden, bevor es zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommt.
Auch in den News:
Werkstatt prüft und tauscht Bauteil
Im Rahmen der Rückrufaktion wird in den Vertragswerkstätten die Gelenkwelle überprüft und bei Bedarf ausgetauscht. Für die Halter:innen ist diese Maßnahme in der Regel kostenfrei. Die Reparatur soll sicherstellen, dass die Kraftübertragung dauerhaft stabil bleibt.
Die Aktion betrifft sowohl Fahrzeuge mit Benzin- als auch mit Dieselmotor. Je nach Modell sind Motoren der Reihen M176, M276, OM642, OM651 und OM656 betroffen. Der Rückruf umfasst damit einen breiten Ausschnitt der Produktpalette von Mercedes-Benz.
Diese Mercedes-Modelle sind betroffen:
Laut t-online gehören folgende Baureihen zu der Aktion:
E-Klasse (Baureihe 213)
S-Klasse Coupé (Baureihe 217)
S-Klasse (Baureihe 222)
E-Klasse Coupé und Cabriolet (Baureihe 238)
GLC (Baureihe 253)
CLS (Baureihe 257)
Auch beliebte Modelle wie der Mercedes GLC 350 e 4matic mit AMG-Paket sind von dem Rückruf erfasst, wie t-online berichtet.
Was Halter:innen jetzt tun sollten
Betroffene Fahrzeughalter:innen werden nach Angaben von t-online schriftlich informiert. Wer unsicher ist, ob sein Auto dazu gehört, kann auch eine Mercedes-Vertragswerkstatt kontaktieren, die anhand der Fahrgestellnummer prüft, ob das Fahrzeug Teil der Aktion ist.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16363R, Mercedes-Benz nutzt den Herstellercode 4190026. Für Rückfragen steht laut Bericht eine Kundenhotline zur Verfügung: 00800 12 777 777.
Rückrufe nehmen seit Jahren stark zu
Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Rückrufen in der Autoindustrie. Nach Auswertungen des ADAC, auf die sich "t-online" bezieht, wurden im Jahr 2025 insgesamt 532 Rückrufaktionen in Deutschland registriert – fast dreimal so viele wie 2010.
Auch die Zahl der betroffenen Fahrzeuge wächst. 2024 waren es 2,84 Millionen Autos, ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders häufig betroffen war zuletzt Mercedes-Benz mit 45 Rückrufen, berichtet t-online.
Mehr Technik, mehr Modelle – mehr Rückrufe
Als Gründe nennt der ADAC laut t-online vor allem die steigende technische Komplexität moderner Fahrzeuge und kürzere Entwicklungszyklen. Gleichzeitig drängen neue Hersteller mit zusätzlichen Modellen auf den Markt. Zudem, so die Analyse, gehen viele Unternehmen heute offener mit Problemen um und starten Rückrufe früher als noch vor einigen Jahren.
Dadurch steigt die Zahl der Rückrufe – zugleich sollen Fehler aber schneller behoben und Sicherheitsrisiken für Verbraucher:innen verringert werden.
Verwendete Quellen:
t-online: "Mercedes ruft 36.000 Autos in Deutschland zurück"
Pressemitteilung des ADAC
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