Stürmische Nacht an der Nordseeküste

Sturmflut an der Nordsee erwartet: Wasser könnte deutlich steigen

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Videoclip • 01:03 Min • Ab 12


An der deutschen Nordseeküste wird es ungemütlich: Stürmischer Wind drückt das Wasser in Richtung Festland und lässt die Pegel steigen. Für die Nacht zum Montag warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnt vor einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste.

  • In Nordfriesland könnten die Wasserstände bis zu 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen.

  • In Hamburg wird am Montagmorgen gegen 4 Uhr ein deutlich erhöhter Pegel erwartet.

In der Nacht zum Montag wird an der Nordsee die erste Sturmflut der Saison erwartet.

Bild: Daniel Bockwoldt/dpa


An der deutschen Nordseeküste droht eine stürmische Nacht. Kräftiger Wind schiebt große Wassermassen in die Deutsche Bucht sowie in die Mündungsgebiete von Elbe und Weser. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat deshalb eine Sturmflutwarnung für die Nacht zum Montag herausgegeben.

Besonders stark könnte der Wasserstand an der nordfriesischen Küste steigen. Dort rechnet das BSH mit Pegeln, die 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen. An der ostfriesischen Küste und im Elbegebiet werden 1,5 bis 2 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet. Für das Wesergebiet prognostizieren die Fachleute einen Anstieg um etwa 1,5 Meter.


Hamburg: Fischmarkt könnte überflutet werden

Auch in Hamburg müssen sich die Menschen auf steigende Wasserstände einstellen. Am Pegel St. Pauli soll die Elbe am Montagmorgen gegen 4 Uhr rund 2 Meter über dem mittleren Hochwasser erreichen.

Bei solchen Wasserständen kann der tiefer gelegene Bereich des St.-Pauli-Fischmarktes überspült werden. Von einer Sturmflut sprechen Fachleute bereits ab 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser.

Als schwere Sturmflut gelten Wasserstände zwischen 2,5 und 3,5 Metern über dem mittleren Hochwasser. Erst bei noch höheren Pegeln wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen.

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Wetterdienst rechnet mit schweren Sturmböen

Für Sonntag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) stürmischen Südwest- bis Westwind an den Küsten voraus. An der Nordsee sind vereinzelt sogar Orkanböen möglich. Auch am Montag bleibt es windig. Dann können erneut schwere Sturmböen auftreten.

Die Küstenschutzanlagen könnten damit erstmals in diesem Herbst stärker beansprucht werden. Nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein befinden sich die Deiche jedoch in einem guten und widerstandsfähigen Zustand. In der vergangenen Sturmflutsaison 2025/2026 wurden an der deutschen Nordseeküste insgesamt sechs Sturmfluten registriert.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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