Tödliche Temperaturen
RKI schätzt 15.800 Hitzetote – so viele Menschen starben noch nie
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
RKI: Rund 15.800 Menschen durch Hitze gestorben
Videoclip • 01:02 Min • Ab 12
Das Robert Koch-Institut meldet erschreckende Zahlen: Die anhaltenden Hitzewellen haben bis Mitte August bereits rund 15.800 Menschenleben gefordert – mehr als in jedem kompletten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
Für viele Menschen hatten die hohen Temperaturen tödliche Folgen: Nach aktuellen Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bundesweit bis zum 16. August bereits etwa 15.800 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Diese Zahl übertrifft sämtliche Jahreswerte der vergangenen Dekade bei Weitem – und der Sommer ist noch nicht vorbei.
Besonders dramatisch: Allein die zweite Junihälfte forderte etwa 9.600 Todesopfer, als die Temperaturen vielerorts auf knapp 40 Grad kletterten. Eine weitere Hitzewelle von Ende Juli bis Mitte August kostete rund 4.000 Menschen das Leben.
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In Baden-Württemberg gab es die meisten Hitze-Toten
Mit über 3.600 Hitzetoten verzeichnet Baden-Württemberg die höchste absolute Zahl aller Bundesländer – mehr als jeder fünfte Todesfall bundesweit ereignete sich im Südwesten. Mehr als die Hälfte dieser Fälle konzentrierte sich auf den Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte August.
Auch Nordrhein-Westfalen meldet dramatische Zahlen: Etwa 3.130 Menschen starben dort bis Mitte August hitzebedingt. In Rheinland-Pfalz waren es rund 2.000 Todesfälle, in Hessen etwa 1.700.
Besonders alarmierend ist die Situation im Saarland: Mit 52,6 Hitzetoten pro 100.000 Einwohner:innen weist das kleinste Flächenland bundesweit die höchste Rate auf. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein liegt dieser Wert bei nur 2,4.
Hochbetagte und Frauen besonders gefährdet
Die Statistik zeigt ein klares Muster: Der größte Anteil der Opfer entfällt auf Menschen ab 75 Jahren. Besonders betroffen sind hochbetagte Menschen und Frauen.
Das RKI betont, dass Hitze nur selten unmittelbar – etwa durch einen Hitzschlag – zum Tod führt. In den meisten Fällen wirkt eine tödliche Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- und Nierenleiden. Deshalb erscheint Hitze auf Totenscheinen normalerweise nicht als Todesursache – das Institut ermittelt die Zahlen durch statistische Berechnungen auf Basis von Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Wetterdaten.
Historische Dimension der Katastrophe
Die aktuellen Zahlen stellen alle bisherigen Rekorde in den Schatten. Der bisherige Höchstwert wurde 2018 mit etwa 9.400 Hitzetoten erreicht. Die Werte von 2026 liegen bereits jetzt um mehr als zwei Drittel darüber.
Das RKI bezeichnet seine Schätzungen ausdrücklich als konservativ – die tatsächliche Zahl der Hitzetoten könnte noch höher liegen. Die Spannweite der statistischen Berechnungen ist erheblich und variiert je nach Berechnungsmethode deutlich.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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