Viele Überraschungen
Reifen zum Sparpreis: Diese Billigmarken gehören zu großen Konzernen
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
Das müssen Autofahrer beim Reifenwechsel wissen
Videoclip • 01:45 Min • Ab 12
Viele günstige Reifenmarken gehören zu großen Konzernen wie Continental, Michelin oder Goodyear. Wer genau hinschaut und Preise vergleicht, kann beim Reifenkauf mehrere hundert Euro sparen – sollte die Qualität aber nicht aus dem Blick verlieren.
Das Wichtigste in Kürze
Zur Reifenmarke Continental gehören unter anderem Barum, Matador, Semperit und Viking, während Michelin hinter BFGoodrich, Kleber und Riken steht.
Fulda ist seit Jahrzehnten Teil von Goodyear, Dunlop gehört seit 2025 zum japanischen Reifenhersteller Sumitomo.
Günstigere Konzernmarken können deutlich weniger kosten, doch Autofahrer:innen sollten dennoch einiges beachten.
Diese günstigen Reifenmarken gehören zu den großen Herstellern
Beim Reifenkauf achten viele Autofahrer:innen auf bekannte Namen wie Continental, Michelin oder Goodyear. Doch im Handel gibt es zahlreiche günstigere Reifenmarken, die zu genau diesen großen Konzernen gehören. Hinter Namen wie Barum, Fulda oder BFGoodrich stecken oft Hersteller, die auch Premiumreifen anbieten.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ein günstiger Reifen technisch identisch mit einem teuren Modell ist. Entwicklung, Materialien und Eigenschaften können sich unterscheiden. Laut "Auto Bild" lohnt sich ein genauer Vergleich dennoch: Die großen Hersteller führen neben ihren Hauptmarken ein breites Angebot an Zweitmarken.
Auch in den News:
Continental hat besonders viele Zweitmarken
Besonders umfangreich ist das Markenportfolio von Continental. Zum deutschen Konzern gehören unter anderem Barum, General Tire, Gislaved, Mabor, Matador, Sportiva, Semperit und Viking., wie "Auto Bild" weiter bericjtet. Auch die Marke Uniroyal zählt in Deutschland zu Continental. In den USA gehört Uniroyal dagegen zu Michelin.
Der französische Reifenhersteller Michelin hat ebenfalls mehrere weniger bekannte Marken im Konzern. Dazu zählen BFGoodrich, Kleber, Kormoran, Tigar und Riken. Was Kund:innen also wissen sollten: Eine günstige Reifenmarke muss nicht zwingend von einem kleinen oder unbekannten Unternehmen stammen.
Fulda gehört schon lange zu Goodyear
Auch der Name Fulda führt leicht in die Irre. Die Marke klingt zwar deutsch, gehört aber seit 1962 zum US-Konzern Goodyear. Zudem sind Cooper, Debica und Sava weitere Marken des Herstellers. Das frühere Fulda-Werk in der gleichnamigen Stadt wurde dem Bericht zufolge 2025 geschlossen.
Eine weitere Veränderung betrifft Dunlop: Die Marke gehört seit 2025 zum japanischen Hersteller Sumitomo. Zu diesem Konzern zählt auch Falken. Vredestein wiederum ist eine Marke des indischen Herstellers Apollo. Bei Hankook aus Südkorea gehören die Marken Laufenn und Optimo zum Unternehmen.
Preisunterschied von rund 280 Euro
Wie groß der Preisunterschied innerhalb eines Konzerns sein kann, zeigt ein Beispiel aus dem aktuellen Winterreifentest von "Auto Bild". Ein Satz Continental WinterContact TS 870 P kostet demnach rund 1000 Euro. Der Barum Polaris 6, ebenfalls aus dem Continental-Konzern, liegt bei etwa 720 Euro pro Satz. Das sind rund 280 Euro Unterschied. Beide Reifen haben es demnach in einem ersten Winterreifentest unter die Top Ten geschafft. Das finale Testergebnis stehe aber noch aus.
Das Auto-Magazin betont zugleich: "Nur auf das Geld schauen sollte man jedoch nicht." Entscheidend seien auch die passende Reifengröße, das Einsatzgebiet und verlässliche Testergebnisse zu Nässe, Schnee und Bremsweg. Wer sparen möchte, sollte daher nicht allein nach dem Konzern hinter einer Marke kaufen, sondern konkrete Reifenmodelle miteinander vergleichen.
Verwendete Quellen:
Auto Bild: "Hinter diesen Reifen stecken Continental, Michelin & Co"
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