Nach Huthi-Angriffen
Reisewarnung für Saudi-Arabien: Das müssen Urlauber wissen
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
Huthis bekennen sich zu Raketen auf Riad
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
In Saudi-Arabien wurden mehrfach Flughäfen schwer angegriffen. Das Auswärtige Amt warnt vor einer Reise in das Königreich. Das gibt es zu beachten.
Das Wichtigste in Kürze
Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Saudi-Arabien ausgesprochen.
Fürs Stornieren muss eine Gefahrenlage direkt vor Reisestart nachgewiesen werden.
Wer seinen Flug direkt bei der Airline gebucht hat, muss auf Kulanz hoffen.
Immer wieder gab es schwere Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien. Hintergrund ist der eskalierende Konflikt zwischen dem Königreich und den Huthi-Rebellen, die mit dem Iran verbündet sind. Das Auswärtige Amt hat daher eine Reisewarnung für das Land ausgesprochen.
Auch in den News:
Dertour sagt Reisen nach Saudi-Arabien ab
Auch der Veranstalter Dertour hatte schon vergangene Woche alle Reisen nach Saudi-Arabien bis Ende Oktober abgesagt. Das Königreich hatte sich erst 2019 für Urlauber:innen geöffnet, die das Land nicht aus geschäftlichen, familiären oder religiösen Gründen besuchen wollen.
Wegen seiner Menschenrechtslage steht Saudi-Arabien international in der Kritik. Trotzdem sieht die Dertour Group eine zunehmende Nachfrage bei Reisenden, vor allem nach Rundreisen. Das Unternehmen hatte das Land 2022 ins Angebot aufgenommen. Der aktuelle Nahostkonflikt führe laut einer Sprecherin zu einer Verunsicherung, aber nicht zu einem langfristigen Nachfragerückgang.
Gläubige pilgern zur Hadsch nach Mekka
Viele Gläubige aus Deutschland kommen zur Hadsch nach Mekka im Westen Saudi-Arabiens. Die nächste Pilgerfahrt findet im Mai 2027 statt. Die Pilger:innen fliegen nach Dschidda und reisen von dort weiter nach Mekka, das keinen eigenen Flughafen hat. Alle Hadsch-Reisen werden über die staatliche Plattform Nusuk reglementiert.
Wer aktuell für eine anstehende Reise wegen der Sicherheitslage besorgt ist, sollte mit dem Stornieren noch abwarten. Laut Reiserechtler:innen muss eine Gefahrenlage drei bis vier Wochen vor Start der Reise nachgewiesen werden, um ohne Stornokosten zurücktreten zu können.
Bei Reisewarnung: Pauschalreisen kostenfrei stornieren
Rechtlich sind Reisewarnungen zwar kein Reiseverbot, aber Reiseveranstalter bieten meist keine Reisen in Länder mit Warnungen an. Urlauber:innen können daher in der Regel gebuchte Pauschalreisen selbst kostenfrei stornieren.
Wer seine Flüge individuell direkt bei einer Airline gebucht hat, kann wegen einer Reisewarnung nicht kostenfrei vom Ticket zurücktreten, sondern muss auf die Kulanz der Fluggesellschaft hoffen. Wird der Airport gesperrt und der Flug deshalb abgesagt, erhalten Reisende ihr Geld zurück.
Zwölf Tote bei Angriff auf Flughafen in Riad
Der Flughafen in Riad ist noch bis Samstagnacht (17. Oktober) gesperrt. Dort waren vergangenes Wochenende bei einem Angriff mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Die Lufthansa hatte schon davor Flüge in die saudische Hauptstadt vorerst eingestellt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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