Attacke auf internationalen Airport

Huthi-Angriff auf Flughafen in Riad: Mindestens zwölf Tote

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Wer sind die Huthis? Experte über die brachialen Motive der Terror-Miliz

Videoclip • 07:56 Min • Ab 12


Schon wieder fliegen Raketen auf den internationalen Flughafen in der Hauptstadt von Saudi-Arabien. Es gibt Tote und Hunderte Verletzte. Wie reagiert Washington?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Raketen haben ein Passagierterminal des internationalen Flughafens in der Hauptstadt von Saudi-Arabien getroffen.

  • Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens 12 Menschen getötet und mehr als 300 teils lebensgefährlich verletzt.

  • Die pro-iranischen Huthi-Rebellen im Jemen haben sich zu der Attacke bekannt.

Es ist die höchste Opferzahl bei einem Angriff auf den mit den USA verbündeten Golfstaat seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar: Bei einer Attacke auf den Hauptflughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind  zwölf Menschen getötet worden. 309 weitere wurden demnach verletzt, einige schweben noch in Lebensgefahr. Das teilte die staatliche Luftfahrtbehörde mit.

Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis machte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz verantwortlich. Der Angriff auf eines der Passagierterminals sei ein "regelrechtes Kriegsverbrechen", schrieb der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X und kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Laut der saudischen Luftfahrtbehörde haben vier der getöteten Menschen die saudische Staatsangehörigkeit und zwei die von Bangladesch. Ums Leben kamen auch je eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien sowie aus dem Sudan und den palästinensischen Gebieten.

Wie reagiert Washington?

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "zutiefst schockiert" über den Angriff der Huthi. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstießen gegen das Völkerrecht. Sie müssten sofort eingestellt werden, forderte er.

US-Präsident Donald Trump erklärte, er prüfe, ob sich die USA den saudischen Angriffen auf die Huthi im benachbarten Jemen anschließen sollten. "Vielleicht. Wir werden uns das anschauen", zitierte ihn der Sender CBS News.

US-Außenminister Marco Rubio auf der Plattform X, die Vereinigten Staaten verurteilten die jüngsten Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste". Sie zeugten von einer eklatanten Missachtung des Lebens unschuldiger Zivilisten und müssten sofort aufhören. Die USA stünden an der Seite Saudi-Arabiens, fügte Rubio hinzu.

Auch in den News:

Huthi verstärken Angriffe

Zuletzt hatte die Huthi-Miliz ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien verstärkt und sich auch zu Anschlägen mit ballistischen Raketen auf den Flughafen von Riad und andere Einrichtungen bekannt. Der internationale Flughafen King Chalid war erst am Donnerstag angegriffen worden. Drei saudische Staatsangehörige kamen dabei ums Leben.

Die Huthi kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die international anerkannte Regierung des Jemens. Saudi-Arabien fliegt dabei immer wieder auch Luftangriffe in dem Nachbarland. Die jüngste Eskalation markiert eine weitere Front in dem Konflikt im Nahen Osten, der die Region seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran im Februar erfasst hat.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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