Dank staatlicher Investitionen

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland deutlich an

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von Max Strumberger

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Regierung verdoppelt Wirtschaftsprognose

Videoclip • 01:43 Min • Ab 12


Deutschlands Wirtschaft kommt überraschend kräftig aus der Krise: Der IWF hebt seine Wachstumsprognose deutlich an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Deutschland hellt sich der Wirtschaftsausblick auf.

  • Der IWF sieht Wachstum durch Staatsausgaben, Exporte und Technologieinvestitionen.

  • Beim Konsum und bei Unternehmensinvestitionen bleibt die Lage schwierig.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) blickt optimistischer auf die deutsche Wirtschaft. Für 2026 erwartet der Fonds ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent – 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Für 2027 hob der IWF seine Schätzung leicht auf 1,1 Prozent an. Damit liegt er auf einer Linie mit der Bundesregierung.

Getragen wird die Erholung vor allem von staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Hinzu kommen Impulse aus dem Exportgeschäft: Deutsche Hersteller profitierten zeitweise von weltweiten Lieferengpässen bei energieintensiven Gütern wie Stahl, Dünger und Aluminium. Auch deutsche Zulieferer ziehen Nutzen aus dem Boom rund um Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig bleiben der private Konsum schwach und viele Unternehmen bei Investitionen im Inland zurückhaltend.


Weltwirtschaft wächst voraussichtlich um 3,1 Prozent

Auch für die Eurozone korrigierte der IWF seine Erwartungen nach oben. Für 2026 rechnet er mit einem Wachstum von 1,1 Prozent, 0,2 Punkte mehr als bislang. Besonders Irland und Spanien stützen die Entwicklung. In vielen anderen Ländern bremsen dagegen die hohen Energiepreise und ein verhaltenes Verbrauchervertrauen die wirtschaftliche Dynamik.

Die Weltwirtschaft dürfte trotz des Energiepreisschocks etwas stärker wachsen als bisher angenommen. Der IWF erwartet für 2026 ein globales Plus von 3,1 Prozent, nach zuvor 3,0 Prozent. Abgefedert wurde der Preisanstieg unter anderem durch eine höhere Ölförderung außerhalb der Golfregion, strategische Reserven und eine geringere Nachfrage aus China. Für die USA prognostiziert der Fonds jeweils 2,3 Prozent Wachstum in den Jahren 2026 und 2027. Indien könnte um jeweils 7,0 Prozent zulegen, während China mit 4,5 beziehungsweise 4,0 Prozent schwächer wächst.

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KI als Treiber des Wachstums

Trotz der verbesserten Zahlen warnt der IWF vor einem "zweigeteilten" Ausblick. Industrieländer profitieren von Investitionen in KI und staatlichen Ausgaben, während ärmere und energieimportierende Staaten besonders unter den Belastungen leiden. Weltweit werden inzwischen 95 Prozent des Wachstums von nur 32 Ländern getragen. Zudem sieht der Fonds erhebliche Risiken: Ein länger dauernder Konflikt könnte die Inflation weiter anheizen, während eine abrupte Neubewertung der KI-Erwartungen Investitionen und Finanzmärkte belasten könnte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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