"Bezahlbare Mobilität"
Deutsche Umwelthilfe startet Petition für 29-Euro-Deutschlandticket
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt17:30 SAT.1 Bayern
Deutschlandticket wird teurer: 66,80 Euro ab Januar
Videoclip • 25 Sek • Ab 12
Das Deutschlandticket wird im Januar erneut teurer. Für die Deutsche Umwelthilfe ist das ein fatales Signal. Sie fordert eine Preissenkung auf 29 Euro.
Im kommenden Jahr müssen Kund:innen für das Deutschlandticket erneut tiefer in die Tasche greifen. Ab Januar 2027 kostet es 66,80 Euro, der Preis wurde erstmals mithilfe eines festgelegten Kostenindex festgelegt.
Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe ist das deutlich zu teuer. Der Verein fordert ein bundesweit sowie zwölf Monate gültiges 29-Euro-Ticket und hat eine entsprechende Online-Petition gestartet.
Ein entsprechendes Ticket für 29 Euro im Monat sei eine "Entlastung, die direkt bei Millionen Menschen ankommt und klimafreundliche Mobilität bezahlbar macht", heißt es auf der Website der Deutschen Umwelthilfe. Im politischen Berlin werde das Deutschlandticket unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) "als finanzielle Last diskutiert, obwohl es volkswirtschaftlich ein Gewinn ist. Es ist kein Problemfall, sondern ein Erfolgsprojekt". Im vergangenen Jahr sei das Ticket von 14 Millionen Menschen genutzt worden und habe seit seiner Einführung Millionen Tonnen an CO₂ eingespart.
Auch in den News:
Bund soll alle Mehrkosten übernehmen
"Wer Menschen wirklich entlasten will, darf nicht weiter Benzin, Diesel und Verbrenner-Dienstwagen mit Milliarden fördern, sondern muss bezahlbare Mobilität für alle sichern", heißt es im Aufruf zum Unterschreiben der Petition. Alles andere sei Politik an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Die Mehrkosten für das Ticket müsse allein der Bund übernehmen.
Deutsche Umwelthilfe: Prioritäten "komplett falsch"
Mit der geplanten Erhöhung auf 66,80 Euro "wäre der Preis seit seiner Einführung innerhalb von nur vier Jahren um mehr als ein Drittel gestiegen", schreibt die Deutsche Umwelthilfe über das Deutschlandticket. "Gleichzeitig bleiben die Zuschüsse von Bund und Ländern bis 2030 eingefroren. Für Millionen Menschen heißt das: Bus und Bahn werden teurer, obwohl bezahlbare Mobilität dringend gebraucht wird."
Für Benzin und Diesel seien mit Blick auf den Tankrabatt hingegen plötzlich Milliarden da. Für den Verein seien die Prioritäten "komplett falsch" gesetzt. "Klimafreundliche Mobilität darf nicht immer teurer werden, während gleichzeitig Milliarden in die Verbilligung fossiler Kraftstoffe fließen."
Verwendete Quellen:
Deutsche Umwelthilfe: "29-Euro-Ticket – jetzt!"
Nachrichtenagentur dpa
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