Am Sonntag ist es wieder so weit
So bleiben Haustiere trotz Zeitumstellung entspannt
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
Sommer- oder Winterzeit: Was ist gesünder?
Videoclip • 52 Sek • Ab 12
Wenn Menschen an der Uhr drehen, gerät auch bei manchen Tieren der Alltag aus dem Takt. Was Haustierbesitzer:innen jetzt tun können, um das zu vermeiden, erfährst du hier.
Das Wichtigste in Kürze
Am Sonntag steht wieder die Zeitumstellung an.
Auch Haustiere wie Hunde und Katzen reagieren oft empfindlich auf den veränderten Tagesrhythmus.
So können Haustierhalter:innen helfen.
Die Zeitumstellung bringt nicht nur Menschen aus dem Takt. Auch Haustiere reagieren auf die verschobenen Fütterungs-, Schlaf- und Gassizeiten. Besonders Katzen, Hunde und chronisch kranke Tiere können mit Unruhe, Betteln, Appetitlosigkeit oder Verdauungsproblemen reagieren. Der Grund: Ihr zirkadianer Rhythmus (oder die innere Uhr) orientiert sich an festen Abläufen, Lichtreizen und Gewohnheiten.
Am schonendsten gelingt der Wechsel, wenn Halter:innen frühzeitig beginnen. Futter- und Medikamentengaben sollten täglich um etwa fünf bis zehn Minuten verschoben werden. Bei Spaziergängen, die weniger strikt terminiert sind, reichen auch Anpassungen von bis zu 15 Minuten. Wer eine Woche vorher startet, kann die neue Uhrzeit meist ohne abrupte Veränderung erreichen.
Besondere Gefahr durch Wildtiere
Besondere Vorsicht gilt bei Tieren mit Erkrankungen. Vor allem bei Diabetes müssen Medikamente und Mahlzeiten genau aufeinander abgestimmt werden. Eine Verschiebung sollte deshalb immer mit der Tierarztpraxis besprochen werden. Bleiben Unruhe, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Apathie bestehen, ist ebenfalls medizinischer Rat gefragt. Bei Katzen kann ein verspätetes Futter zudem zu Übersäuerung und Erbrechen führen, während Hunde bei verschobenen Gassizeiten mitunter auf die Wohnung ausweichen.
Für Wildtiere birgt die Zeitumstellung ein anderes Risiko: Nach der Verschiebung fällt der morgendliche Berufsverkehr stärker in ihre aktive Phase. Autofahrer sollten deshalb in den ersten Tagen besonders aufmerksam und vorausschauend unterwegs sein. Auch in Zoos zeigen sich Folgen: In der Stuttgarter Wilhelma sind Menschenaffen nach der Umstellung oft ein bis zwei Tage müder und erhalten deshalb zusätzliche Ruhezeiten.
Mehr zu dem Thema:
Kleintiere und Fische kaum betroffen
Kleintiere und Fische kommen meist leichter mit dem Wechsel zurecht, sofern Beleuchtung und Fütterung angepasst werden. Zeitschaltuhren und Futterautomaten können schrittweise umgestellt werden – oder zunächst auf der bisherigen Zeit weiterlaufen. Entscheidend ist, den Tieren Stabilität zu geben. Wer ihre Routinen respektiert, verhindert Stress und macht aus der Zeitumstellung keine Belastungsprobe für den gesamten Haushalt.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Petbook: "Warum Katzen mit der Zeitumstellung Schwierigkeiten haben"
SWR:" Sommerzeit: So wirkt sich die Zeitumstellung bei Tieren aus"
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