Ukraine-Krieg

Kreml lässt US-Bürger frei: Darum lobt Trump die Entscheidung von Putin

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Videoclip • 01:14 Min • Ab 12


Der Kreml lässt einen US-Amerikaner frei. Gleichzeitig verhandeln die USA mit Putin über Frieden – beide sehen die Ukraine im Zugzwang.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der inhaftierte US-Amerikaner Stephen Hubbard wurde aus russischer Haft freigelassen.

  • Trumps Unterhändler Steve Witkoff verhandelt derweil mit Putin über Frieden in der Ukraine.

  • US-Präsident Trump und Russland zweifeln am Friedenswillen des ukrainischen Staatschefs Selenskyj.

Der seit Jahren inhaftierte Amerikaner Stephen Hubbard ist von Russland freigelassen worden – offenbar ganz ohne Gegenleistung. US-Präsident Donald Trump lobte den Kremlchef Wladimir Putin dafür. "Für diese Freilassung war kein 'Austausch' erforderlich", teilte Trump mit.

Es sei eine für Russland beispiellose Situation: Zuvor hatte Russland bereits einen anderen US-Bürger freigelassen – in beiden Fällen mussten die USA dafür keinen Russen freilassen.

Auch in den News:

Trump verkündet Freilassung

Hubbard war 2024 zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden, weil er für die Ukraine gegen russische Soldat:innen gekämpft haben soll. Vor kurzem bat Trump um seine Freilassung in einem Telefonat mit Putin. "Stephen ist auf dem Weg nach Hause", erklärte er.

Wer ist Stephen Hubbard?

Der 74-Jährige stammt aus dem US-Bundesstaat Michigan und diente in der US-Luftwaffe sowie der Nationalgarde, berichtet "The Detroit News". 2014 sei er nach Izyum in der Ostukraine zu seiner ukrainischen Partnerin gezogen.

Kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 seien der Ort Izyum eingenommen und Hubbard verhaftet worden. Russland habe Hubbard vorgeworfen, an einem ukrainischen Militärkontrollpunkt eingesetzt gewesen zu sein – unabhängig bestätigt sei das nicht.


Unterhändler Steve Witkoff bei Freilassung

Um seine Freilassung kümmerte sich Trumps Unterhändler Steve Witkoff vor Ort. Er traf sich mit Putin in St. Petersburg, wo der Kremlchef erklärte, dass Hubbard auf dem internationalen Flughafen Pulkowo sei. Von dort sollte Witkoff nach den Verhandlungen wieder abfliegen.

Hubbard sei aus humanitären Gründen frei gekommen, erklärte ein Kremlsprecher. Witkoff dankte Putin für die Freilassung des Amerikaners – seine Familie und die Amerikaner seien froh darüber.


Verhandlungen über Frieden im Ukraine-Krieg

Trumps Unterhändler Witkoff verhandelte derweil weiter mit Putin über neue Vorschläge der Ukrainer, Europäer und Amerikaner zur Beendigung des Krieges. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, er prüfe die mitgebrachten Vorschläge.

Gleichzeitig erklärte der Sprecher erneut, dass es an der Ukraine liege, notwendige Schritte für einen Frieden zu ergreifen. Diese Ansicht des Kremls teilt auch US-Präsident Trump. Er hatte zuletzt den Friedenswillen des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj bezweifelt.

In St. Petersburg spricht US-Unterhändler Witkoff mit Kremlchef Putin über Vorschläge für eine Lösung im Ukraine-Krieg.

Bild: Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP


Der Kreml warnte die Ukraine, nachzugeben, weil sich ihre Lage sonst nur weiter verschlechtere. Russland fordert, dass sich die Ukraine für einen Waffenstillstand vollständig aus dem Gebiet Donezk zurückzieht. Selenskyj hatte das jedoch kategorisch abgelehnt, weil Kiew dort strategisch wichtige Städte nicht aufgeben will – das käme einer Kapitulation gleich.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

The Detroit News: "Who is Stephen Hubbard, the Michigan native held by Russia?"

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