Asyl in Bayern
Stilllegung von Flüchtlingsunterkünften? Fast 60 Prozent weniger Asylanträge in Bayern
Veröffentlicht:
von Chiara Damnitz17:30 SAT.1 Bayern
Starker Rückgang bei Asylanträgen: Bayern plant Schließung von Unterkünften
Videoclip • 24 Sek • Ab 12
Die Asylzahlen gehen immer weiter zurück. Im Freistaat wird schon darüber nachgedacht, welche Mietverträge für Unterkünfte gekündigt werden können. Der Trend zeigt sich auch in anderen Statistiken.
Das Wichtigste in Kürze
In den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben fast 60 Prozent weniger Menschen aus anderen Ländern in Bayern Asyl beantragt.
Zum Stand Mitte November seien unabhängig davon noch rund 126.000 Menschen in den bayerischen Asylunterkünften untergebracht.
Innenminister Herrmann (CSU) betonte, dass der Freistaat aller Voraussicht nach schon im nächsten Jahr eine ganze Reihe von Asylunterkünften stilllegen könne.
Fast 60 Prozent weniger Asylanträge
In den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben fast 60 Prozent weniger Menschen aus anderen Ländern in Bayern Asyl beantragt. Nach Angaben des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lag der Asylzugang bis Oktober 2025 mit rund 11.700 Menschen deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (27.600 Personen), das entspricht einem Rückgang um 58 Prozent.
Deutlich weniger Personen in bayerischen Asylunterkünften
Zum Stand Mitte November seien unabhängig davon noch rund 126.000 Menschen in den bayerischen Asylunterkünften untergebracht. Das seien rund 12.000 Menschen weniger als noch zu Jahresbeginn, hieß es weiter. Im laufenden Jahr seien zudem bis zum 31. Oktober vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 13.053 Asylerstanträge erfasst worden. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 31.412 Anträge.
Bereits am Dienstag hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts im mittelfränkischen Ansbach betont, dass der Freistaat angesichts der rückläufigen Zahlen aller Voraussicht nach schon im nächsten Jahr eine ganze Reihe von Asylunterkünften stilllegen könne. "Wir werden anfangen bei denen, die am teuersten sind, wo wir in der Not zum Teil sehr teure Mietverträge abschließen mussten. Und die werden wir als Erstes jetzt wieder, wo es rechtlich möglich ist, kündigen", sagte Herrmann. Dadurch reduzierten sich die Belastungen der Kommunen "und wir ersparen dem Staat gleichzeitig auch Ausgaben, entlasten also auch die Steuerzahler".
18 Prozent weniger Flüchtlinge aus der Ukraine
Mit Blick auf die Zuwanderungszahlen aus der Ukraine waren laut Innenministerium aktuell mehr als 193.000 Kriegsflüchtlinge im Ausländerzentralregister registriert, die sich in Bayern aufhielten. Der Zugang aus der Ukraine nach Bayern sei von Anfang Januar bis Ende Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent zurückgegangen (von rund 17.000 auf rund 14.000 Personen).
Das könnte Sie auch interessieren:
Lösung gefunden: So geht es mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter
Sicherheit an Bahnhöfen: Gewerkschaft für mehr Polizei und KI
Straftäter aus Bayern: Per Linienflug nach Afghanistan abgeschoben
Zur Festnahme ausgeschrieben: Helfer bei Messerattacke in Aschaffenburg gesucht
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
Mehr entdecken

42 Veranstaltungen im Freistaat
CSD-Saison startet: Kritik an Bayerns Queer-Politik

Lüge vor Untersuchungsausschuss?
Scheuers Aussage zu Maut-Fiasko: Prozess gegen Ex-Verkehrsminister

Demonstration gegen Verkehrsbelastung
Vor Brenner-Sperre: Viel Verkehr, aber vorerst kein Chaos

TSV 1860 München
Krise bei 1860 München? Ismaik kündigt Darlehensvertrag

Gedenkstätte Yad Vashem
Holocaust-Bildungsstätte in München: Erstes Bildungszentrum außerhalb Israels

Hundeangriff in Niederbayern
Hundeattacke in Freyung: 65-Jähriger verliert zwei Fingerglieder

Wettervorhersage
Wetter in Bayern: Temperaturen gehen leicht zurück

Waldbrandgefahr in Bayern
Waldbrände in der Oberpfalz: Forstministerin mahnt zur Vorsicht

Ermittlung in Mittelfranken
Streit auf Baustelle in Burgsalach eskaliert: Kollege in den heißen Asphalt gedrückt
