Migration in Bayern
Lösung gefunden: So geht es mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter
Veröffentlicht:
von Laura Gebertshammer17:30 SAT.1 Bayern
Trotz sinkender Flüchtlingszahlen: Ankerzentrum Bamberg bleibt
Videoclip • 01:21 Min • Ab 12
Video: Redakteurin Sandra Skibbe und Redakteur Peter Johannsen
Die Stadt pochte auf eine Schließung Ende 2025, die Staatsregierung sah keine Alternative. Jetzt ist endlich klar, wie es mit dem Ankerzentrum für Geflüchtete in Bamberg weitergeht.
Einrichtung wird befristet weiterbetrieben
In der Debatte um die Zukunft des Ankerzentrums für Geflüchtete in Bamberg gibt es eine Lösung. Wie die Kommune mitteilte, wird die Einrichtung befristet über den 31. Dezember 2025 hinaus weiterbetrieben. Zu einem konkreten Datum gab es keine Angaben.
Im Gegenzug wird die Stadt Eigentümerin des Geländes. Das sei eine "echte Entwicklungsperspektive für das Areal in der Zukunft", sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) laut Mitteilung. Die Zusicherung, dass die Stadt das Gelände vom Bund übernehmen kann, sei der "Schlüssel für einen Kompromiss".
Damit zeichnet sich ein Ende der seit Jahren währenden Diskussionen rund um die Einrichtung ab: Eigentlich gingen die Verträge zum Betrieb nur bis Ende des Jahres. Die Stadt pochte auf eine Schließung, drohte mit rechtlichen Schritten. Das Innenministerium dagegen sah viele Gründe für einen Weiterbetrieb. Es gebe keine vergleichbare Immobilie in Oberfranken, hieß es unter anderem.
Am Freitag kommender Woche (19. Dezember) sollen auf einer Sondersitzung des Stadtrats weitere Details genannt werden. Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird dazu in Bamberg erwartet.
Das 2015 eingerichtete Ankerzentrum befindet sich auf einem Areal, das früher die US-Army genutzt hatte.
Erstaufnahmen für geflüchtete Menschen gibt es in Bayern in allen Regierungsbezirken. Dort sollen die Arbeit des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Bundesagentur für Arbeit, der Jugendämter, Justiz- und Ausländerbehörden gebündelt werden. Das soll Asylverfahren und die Abschiebung derjenigen beschleunigen, die kein Bleiberecht bekommen.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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