Viele Modellreihen betroffen
Brandgefahr: BMW ruft weltweit mehr als 740.000 Autos zurück
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Brandgefahr! BMW ruft Hunderttausende Autos zurück
Videoclip • 01:43 Min • Ab 12
Der Münchner Autobauer BMW hat einen der größten Rückrufe seiner Geschichte eingeleitet: Mehr als 740.000 Fahrzeuge weltweit sind betroffen – wegen eines Fehlers, der im schlimmsten Fall zu einem Motorbrand führen kann.
Das Wichtigste in Kürze
BMW ruft weltweit 744.234 Fahrzeuge zurück – in Deutschland sind rund 42.300 Autos betroffen.
Ursache ist ein fehlerhaftes Starterrelais, das durch Ablagerungen überhitzen und einen Kurzschluss sowie Fahrzeugbrand verursachen kann.
Was betroffene Kund:innen wissen müssen.
Riesen-Rückruf bei BMW
Der Münchner Autobauer BMW hat einen umfangreichen Rückruf eingeleitet. Weltweit sind 744.234 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland rund 42.300. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 16790R. Grund ist ein Defekt im sogenannten Starterrelais, der im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann.
Betroffen sind Fahrzeuge der Baureihen 2er, 3er, 4er, 5er, 6er und 7er sowie die SUV-Modelle X3, X4, X5, X6 und X7, der Roadster Z4 und der Elektrokleinwagen i3. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 31. Juli 2020 und dem 26. Februar 2026 produziert.
Was ist das Problem bei den BMW-Autos?
Das Starterrelais sorgt beim Anlassen des Autos dafür, dass Strom von der Batterie zum Anlasser fließt. Laut KBA können sich durch Abrieb Ablagerungen im Bauteil bilden, die den elektrischen Widerstand erhöhen. Dadurch kann das Starterrelais stark überhitzen – im schlimmsten Fall drohen ein Kurzschluss und ein Fahrzeugbrand. Bislang seien keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit diesem Rückruf bekannt, wie "Bild" unter Berufung auf das KBA berichtet.
Auch in den News:
Was müssen Betroffene tun?
Bei den betroffenen Fahrzeugen tauscht BMW den Motorstarter aus. Die Reparatur erfolgt kostenlos in einer BMW-Werkstatt. Wie lange der Werkstattaufenthalt dauert, ist bislang nicht bekannt.
Betroffene Fahrzeughalter:innen werden in der Regel schriftlich angeschrieben. Wer ein Gebrauchtfahrzeug besitzt oder nicht auf den Brief warten möchte, kann die 17-stellige Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) – zu finden in der Zulassungsbescheinigung oder am Fahrzeug – auf der Rückrufseite von BMW prüfen lassen. Nicht jedes Fahrzeug der genannten Baureihen ist automatisch betroffen – entscheidend sind die genaue Ausführung, das Produktionsdatum und die individuelle Fahrzeugnummer.
Wer eine Rückrufaufforderung ignoriert, riskiert im Extremfall die Stilllegung des Fahrzeugs, da es sich um einen behördlich überwachten, sicherheitsrelevanten Rückruf handelt.
Fahrzeug-Rückrufe nehmen generell zu
Der BMW-Rückruf reiht sich in einen generellen Trend ein: Im Jahr 2025 registrierte der ADAC insgesamt 532 Rückrufe in Deutschland – fast dreimal so viele wie noch 2010. Im Jahr 2024 waren rund 2,84 Millionen Fahrzeuge von Rückrufen betroffen, ein Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie "T-Online" berichtet. Als Gründe nennt der ADAC unter anderem die steigende technische Komplexität moderner Fahrzeuge sowie kürzere Entwicklungszyklen.
Als positiv schätzt der Automobilclub aber ein, dass die Firmen inzwischen transparenter seien bei Rückrufen. Auch wenn noch keine Schäden aufgetreten seien, würden Mängel häufiger bereits behoben.
Verwendete Quellen:
Bild: "BMW ruft weltweit 740.000 Autos zurück"
T-Online: "Brandgefahr bei BMW: Mehrere Baureihen müssen in die Werkstatt"
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