Neue Hinweise

Vermisstenfall bei "Aktenzeichen XY...": Vor 12 Jahren verschwundenes Model soll noch leben

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

:newstime

Vermisst: Wo sind Frieda und Alfons?

Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Seit mehr als zwölf Jahren fehlt von Jutta Schulz jede Spur. Nun sorgen neue Zeugenaussagen nach einem TV-Aufruf für überraschende Bewegung in dem rätselhaften Vermisstenfall. Mehrere Menschen wollen die ehemalige Barkeeperin und Fotomodell in den vergangenen Jahren gesehen haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jutta Schulz ist seit 2014 spurlos verschwunden.

  • Mehrere Zeugen wollen sie nun erkannt haben.

  • Die Polizei prüft alle neuen Spuren.

Mehr als zwölf Jahre lang galt der Fall der verschwundenen Jutta Schulz als eines der rätselhaftesten Vermisstenfälle Sachsen-Anhalts. Seit dem 7. April 2014 fehlt von der damals 41-Jährigen jede Spur. Nun sorgen neue Zeugenaussagen nach einem Fernsehaufruf für Bewegung in den Ermittlungen – und erstmals seit Jahren keimt wieder Hoffnung auf, dass die ehemalige Barkeeperin und Fotomodel noch leben könnte.

Neue Zeugen bringen Ermittlungen wieder ins Rollen

Ausgelöst wurde die Entwicklung durch einen Beitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… Ungelöst". Nach der Ausstrahlung gingen bei den Ermittlungsbehörden zahlreiche Hinweise ein. Nach Angaben der Polizei meldeten sich rund 15 neue Zeugen, deren Aussagen nun sorgfältig überprüft werden.

Besonders interessant ist die Aussage einer ehemaligen Freundin von Jutta Schulz. Sie kannte die Vermisste unmittelbar vor ihrem Verschwinden und soll den Ermittler:innen neue Informationen zu möglichen Aufenthaltsorten geliefert haben. Darüber hinaus berichteten mehrere Hinweisgeber:innen, sie hätten die Frau in den vergangenen Jahren lebend gesehen.

Ob es sich tatsächlich um Jutta Schulz handelt, ist bislang völlig offen. Die Polizei bewertet die neuen Aussagen dennoch als ernstzunehmend und arbeitet sie systematisch ab.

Jutta Schulz gilt seit 2014 als vermisst. Die Polizei hat zwei Theorien zu ihrem Verschwinden aufgestellt.

Bild: Polizei Sachsen-Anhalt


Ein Verschwinden voller Rätsel

Jutta Schulz lebte im Harz und pendelte beruflich regelmäßig zwischen Thale und Köln. Sie arbeitete als Barkeeperin und stand gelegentlich als Fotomodell vor der Kamera. Als sie Anfang April 2014 verschwand, ließ sie nahezu ihr gesamtes bisheriges Leben zurück – ohne jede Nachricht.

Besonders rätselhaft erschien Angehörigen und Freund:innen, dass sie ihren geliebten Rottweiler Arno zurückließ. Nach Aussagen ihres Umfelds hätte sie den Hund niemals freiwillig allein gelassen. Auch ihr Bankkonto blieb unberührt, persönliche Kontakte brachen vollständig ab.

Trotz intensiver Ermittlungen fanden die Behörden weder eine Leiche noch eindeutige Hinweise auf ein Verbrechen.

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Zwei Theorien beschäftigen die Ermittler:innen

Bis heute verfolgen die Ermittler:innen zwei mögliche Szenarien: Die erste Theorie geht davon aus, dass Jutta Schulz Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte. Für diese Annahme sprechen der abrupte Kontaktabbruch sowie das völlige Verschwinden sämtlicher Lebenszeichen.

Ebenso wird jedoch geprüft, ob die Frau ihr bisheriges Leben bewusst hinter sich gelassen haben könnte. Kurz vor ihrem Verschwinden soll sie sich in einer schwierigen persönlichen Situation befunden haben. Nach Angaben der Ermittler:innen hatte sie Streit mit ihrem damaligen Partner, war offenbar frisch verliebt und soll bereits Kleidung für eine mögliche Reise gepackt haben.

Tattoos könnten entscheidende Hinweise liefern

Sollte Jutta Schulz tatsächlich unter neuer Identität leben, könnten markante Tätowierungen ihre Identifizierung erleichtern. Nach Angaben der Polizei trägt sie unter anderem einen Sonnengott-Re auf dem Bauch sowie das Auge des Re auf der linken Schulter.

Die Ermittler:innen bitten weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung, die über die Telefonnummer 0391/546 0 oder an jeder Dienststelle entgegengenommen werden.


Verwendete Quellen:

Bild: "Vermisstes Model nach 12 Jahren wieder aufgetaucht?"

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