Neue Berechnungen
Renten könnten 2027 deutlich steigen – so viel mehr Geld ist drin
Aktualisiert:
von Damian Rausch:newstime
Rente 2027: So deutlich könnte das Plus ausfallen
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Für Millionen Rentner:innen könnte es 2027 erneut ein deutliches Plus geben. Nach aktuellen Berechnungen könnten die gesetzlichen Renten um 4,4 Prozent steigen. Fest steht die Erhöhung allerdings noch nicht.
Das Wichtigste in Kürze
Für 2027 wird derzeit mit einer Rentenerhöhung von 4,4 Prozent gerechnet.
Bei einer monatlichen Rente von 1.500 Euro würde das ein Plus von 66 Euro bedeuten.
Die endgültige Höhe der Rentenanpassung wird erst im Frühjahr 2027 festgelegt.
Prognose sieht Rentenplus von 4,4 Prozent vor
Nach der kräftigen Rentenerhöhung im Sommer 2026 können sich Rentner:innen möglicherweise auch im kommenden Jahr über deutlich höhere Bezüge freuen. Wie "CHIP" unter Berufung auf die Frühjahrsfinanzschätzung 2026 berichtet, wird derzeit für 2027 mit einer Rentenanpassung von 4,4 Prozent gerechnet.
Damit könnte das Plus sogar etwas höher ausfallen als in diesem Jahr. Zum 1. Juli 2026 waren die gesetzlichen Renten bundesweit um 4,24 Prozent gestiegen. Entscheidend für die jährliche Anpassung ist vor allem die Entwicklung der Löhne. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt, dass die Rentenanpassung jeweils zum 1. Juli erfolgt. Aufgrund der geltenden Haltelinie folgt die Entwicklung des aktuellen Rentenwerts bis 2031 grundsätzlich der Lohnentwicklung.
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So viel mehr Geld könnte es geben
Sollte die prognostizierte Erhöhung von 4,4 Prozent tatsächlich kommen, wären die Auswirkungen deutlich spürbar. Bei einer bisherigen monatlichen Rente von 1.000 Euro wären es 44 Euro zusätzlich. Aus 1.500 Euro würden 1.566 Euro – ein Plus von 66 Euro. Bei 2.000 Euro wären es 88 Euro mehr, bei 2.500 Euro 110 Euro und bei 3.000 Euro 132 Euro.
Wichtig ist allerdings: Dabei handelt es sich um vereinfachte Berechnungen auf Grundlage der derzeitigen Schätzung. Die persönliche Auszahlung kann unter anderem durch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern beeinflusst werden.
Rentenerhöhung noch nicht beschlossen
Die 4,4 Prozent sind noch keine beschlossene Rentenerhöhung. Die "Deutsche Rentenversicherung" weist den Wert in ihrer Frühjahrsfinanzschätzung aus. Wie hoch die Anpassung tatsächlich ausfällt, wird erst im Frühjahr 2027 anhand der dann maßgeblichen Daten ermittelt.
Auch längerfristige Vorausberechnungen sind mit Unsicherheiten verbunden. Die Bundesregierung betont beim Rentenversicherungsbericht ausdrücklich, dass solche Modellrechnungen keine Prognosen darstellen und stark von den zugrunde gelegten wirtschaftlichen Annahmen abhängen.
Ab 2028 könnten die Beiträge steigen
Während Rentner:innen zunächst mit höheren Bezügen rechnen können, wächst gleichzeitig der finanzielle Druck auf die Rentenversicherung. Nach den aktuellen Berechnungen soll der Beitragssatz 2027 zunächst bei 18,6 Prozent bleiben. Für 2028 wird jedoch mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.
Auch die "Deutsche Bundesbank" sieht zunehmenden Finanzierungsdruck. Sie erwartet, dass die Rücklagen der gesetzlichen Rentenversicherung bis Ende 2027 ungefähr auf ihr gesetzliches Minimum sinken könnten. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen könnte der Beitragssatz 2028 deshalb auf knapp 20 Prozent steigen.
Für Rentner steht zunächst jedoch die nächste Anpassung im Mittelpunkt. Ob es ab Juli 2027 tatsächlich 4,4 Prozent mehr gibt, dürfte sich im kommenden Frühjahr entscheiden.
Verwendete Quellen:
CHIP: "Rente soll 2027 deutlich steigen: Tabelle zeigt das Plus für Sie"
Deutsche Rentenversicherung: "Frühjahrsfinanzschätzung 2026 für die allgemeine Rentenversicherung"
Bundesregierung: "Rentenversicherungsbericht 2025 – Ausblick auf die Entwicklung der Renten"
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: "Grundlagen der Rentenanpassung"
Deutsche Bundesbank: "Öffentliche Finanzen – Monatsbericht August 2026"
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